Schopfheimer wollen Stolpersteine legen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 20. Mai 2022

Efringen-Kirchen

Initiative erkundet jüdische Familiengeschichten und die Spuren führen auch nach Kirchen.

(vl). Diskussionen um die Möglichkeit, auch in Efringen-Kirchen Stolpersteine zu verlegen, die an Verfolgte des Nationalsozialismus erinnern, gibt es schon lange. Doch stets gab es auch Gegenargumente und schließlich verliefen Pläne wieder im Sande. Jüngst hat sich aber der SPD-Ortsverein wieder des Themas angenommen. Er würde gern mit dem Museumsförderkreis zum Gedenken an die verfolgten Menschen "Stolpersteine" verlegen. Nun könnte es, wie einem BZ-Bericht zu entnehmen ist (BZ vom 19. Mai) von der Initiative "Stolpersteine" in Schopfheim Rückenwind für die SPD-Pläne geben.

Deren Sprecherin Marianne Merschhemke beleuchtete jüngst bei einem Treffen die bisherigen Nachforschungen über jüdische Schicksale in der Region und erwähnte dabei Familien, die offenbar nach Kirchen "abgeschoben wurden". Dies war Anlass für die Initiative, die Verlegung von Stolpersteinen in Kirchen zu überlegen, "wenn der dortige Gemeinderat dem Projekt aufgeschlossen gegenübersteht und seinen Segen gibt". Wenn man in Efringen-Kirchen keinen finde, der das übernehme, kündigte Merschhemke an, "machen wir das eben selbst".