"Schulgemeinschaft wird Sie vermissen"

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Sa, 24. Oktober 2020

Weil am Rhein

Initiativen von Monika Hornemann und des sich auflösenden Fördervereins wirken im SBBZ weiter.

(hf). Nachdem die Mitglieder des Fördervereins der Leopold-Förderschule beschlossen haben, den Verein nach 31 Jahren aufzulösen, war es der Schulgemeinschaft ein Bedürfnis, die treibende Kraft der Förderer, Monika Hornemann, gebührend zu verabschieden. Das kleine Abschiedsfest am Donnerstag war vor allem eine Dankesfeier: Denn was Monika Hornemann in den 22 Jahren ihres Wirkens für die Schule geleistet habe, sei außergewöhnlich, betonte Konrektorin Monika Höhner. Sie hob Monika Hornemann und ihr Team als "verlässliche Konstante" in einer von vielen Umbrüchen gekennzeichneten Entwicklung hervor, die aus den früher getrennt agierenden Einrichtungen Leopold-Grundschule und Leopold-Förderschule einen im Sinne der Inklusion kooperierenden Verbund aus Grundschule und Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) werden ließ.

Nachhaltigkeit, viel Herzblut und über allem das Anliegen, die Kinder mit Förderbedarf bestmöglich auf das Berufsleben vorzubereiten, hätten das Engagement von Monika Hornemann geprägt, die auch "sehr kreativ und beharrlich" gewesen sei, wenn es darum ging, Gelder für Fördervereinsprojekte zu generieren. Sie habe auch dafür gesorgt, dass die vom Förderverein angestoßenen und im Schulalltag verankerten Initiativen weiter geführt werden können, so Höhner. In der kurzen gemeinsamen Zeit habe er Monika Hornemann als "Frau mit einem Löwenherz für unsere Schüler" kennengelernt, zeigte sich auch Rektor Stephan Hölscher beeindruckt. Beide waren sich sicher: "Schüler und Kollegium werden sie vermissen". Susanne Wehner, Leiterin der Hausaufgabenbetreuung und des naturpädagogischen Unterrichtes im Sundgauhas, Roland Kümmerle von der Jungen AG und Peggy Hermann von der Mädchen AG führten anhand lebhafter Schilderungen und zahlreicher Fotos vor Augen, wie viele Aktivitäten der Förderverein im Laufe der Jahre ermöglich hat.

Monika Hornemann hob in ihrer Abschiedsrede vor allem drei Initiativen hervor: So rief der Förderverein 2001 eine Randstundenbetreuung ins Leben, die zur umfangreichen Hausaufgabenhilfe ausgebaut wurde und seit diesem Schuljahr als Kernzeitbetreuung des SBBZ unter der Regie der Stadt firmiert. Im Jahr 2000 war es der Förderverein der Leopoldförderschule, der im Flur der zweiten Etage den ersten schulischen Mittagstisch in der Stadt anbot. Daraus wurde die heute in den Räumen des ehemaligen Volksbades eingerichtete Mensa, die nun die Arbeiterwohlfahrt weiter betreut. Auch das dauerhaft angebotene erlebnispädagogische Jungenprojekt war eine Initiative des Fördervereins.

Hornemann dankte Sylvia Kerner als besonders treuer Mitstreiterin und genoss, mit Präsenten und auf Abstand bedacht, den Austausch mit vielen Weggefährtinnen und Weggefährten.