Erste Kandidatin

Simone Penner will Bürgermeisterin von Kandern werden

BZ, Moritz Lehmann

Von BZ-Redaktion & Moritz Lehmann

Di, 14. Januar 2020 um 11:02 Uhr

Kandern

Simone Penner will sich für das Bürgeramt in Kandern bewerben. Sie ist die Erste, die ihre Kandidatur offiziell bekannt gegeben hat. Gewählt wird am 22. März. Der Amtsinhaber tritt nicht mehr an.

Simone Penner kandidiert als parteilose Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Kandern. Dies gab die 47-jährige Architektin aus Schliengen in einer Pressemitteilung am Dienstagvormittag bekannt. Simone Penner ist in Kandern keine Unbekannte. Als Architektin wirkte sie 4 Jahre lang beim Bauamt der Stadt Kandern, bevor sie die Stadt auf eigenen Wunsch im Sommer 2019 verlassen hat, um sich beruflich weiter zu entwickeln, wie Penner schreibt. Gewählt wird am Sonntag, 22. März, wie der Gemeinderat am Montagabend entscheiden hat. Die offizielle Bewerberfrist beginnt am Samstag, 18. Januar und endet am Rosenmontag, 24. Februar. Gesucht wird ein Nachfolger für den Amtsinhaber Christian Renkert, der ab März Bürgermeister von Schliengen sein wird.

Während ihrer Zeit in Kandern war sie für die Bauaufgaben der kommunalen Gebäude zuständig und habe durch ihre Tätigkeit die Kernstadt und all ihre Dörfer kennen und lieben gelernt. Mit den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus, vom Bauhof, von den Schulen und Kindergärten, mit Bürgermeister, Ortschafts- und Gemeinderäten habe sie in guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit schon viel bewegen und gestalten können.

Zuvor hatte Penner in Schliengen kandidiert

Die Abläufe in Rathaus und Gemeinderat seien ihr vertraut. "Ich habe schon so manche Idee, was vertieft werden muss, wo wir gut weitermachen können, aber auch, wo wir noch genauer hinschauen müssen und was wir anders machen können," wird Simone Penner in der Mitteilung zitiert. "Gerne komme ich wieder zurück, denn Kandern hat viele tolle Menschen mit guten Ideen und viel Engagement".
Zur Person

1972 in Nordrhein-Westfalen geboren, studierte sie nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin Architektur in Oldenburg/Niedersachsen. Gemeinsam mit Ihrem Mann kam Simone Penner 1998 in den Süden. Seit 2001 arbeitete Sie als Architektin im öffentlichen Dienst und war für die Planung und Projektsteuerung diverser Projekte zuständig. Das öffentliche Verwaltungswesen kenne sie nicht nur aus ihren beruflichen Tätigkeiten unter anderem in Kandern, sondern auch durch ihre mehrjährige Mitgliedschaft in Gemeinderat und Bauausschuss der Gemeinde Schliengen. Dort lebe die 47-jährige mit ihrem Mann und den drei Kindern seit nunmehr 20 Jahren, engagiere sich in Vereinen und übernimmt Verantwortung insbesondere in der Jugendarbeit.

Simone Penner hatte sich Ende letzten Jahres für das Bürgermeisteramt in Schlingen beworben. Mit einem Vorsprung von 152 Stimmen hatte sich der amtierende Kanderner Bürgermeister Christian Renkert im zweiten Wahlgang durchgesetzt und wird nun zum 1. März Bürgermeister in Schliengen sein.

Zunächst war keine Kandidatur in Kandern geplant

Direkt nach der Wahl auf eine mögliche Kandidatur in Kandern angesprochen, hatte Simone Penners zunächst abgewunken. Ihre Bewerbung sei eine Entscheidung für die Gemeinde Schliengen gewesen, in der sie wohne und lebe. Die Wählerinnen und Wähler sollten eine echte Alternative und somit eine Wahl haben. Das gute Ergebnis von 38,9 Prozent und 1072 Stimmen spreche für einen erfolgreichen Wahlkampf, worin sich Penner als Kandidatin und bestätigt sieht. Der Wahlgewinner Christian Renkert hatte in Schliengen im zweiten Wahlgang rund 44 Prozent der Wählerstimmen erhalten.

"Die vielen gute Erfahrungen, die schönen Begegnungen mit wunderbaren Menschen und die große Wertschätzung, die ich erfahren habe, sowie die vielen positiven Rückmeldungen und Anfragen, die ich insbesondere von Bürgerinnen und Bürgern aus Kandern seit der Wahl erhalten habe, haben mich in den letzten Wochen jedoch zu einem anderen Entschluss geführt", wird Simone Penner weiter zitiert.

Auch habe sie in der kurzen Zeit des Wahlkampfes gefunden, woran sie wirklich Freude habe und was sie gerne in einer Gemeinde oder Stadt, die ihr nah sei, als Beruf ausüben möchte. Sie sei gerne bei den Menschen, höre zu und stelle Fragen, um mit ihnen auf Augenhöhe gute Lösungen für die Dinge zu finden, die ihnen wichtig seien. Mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt kommen und die Entwicklung einer Stadt positiv beeinflussen, Ideen finden und umsetzen und das in allen Bereichen sei, was sie sich beruflich vorstelle und was die Menschen, die ihr begegnet seien, ihr auch zutrauten, heißt es in der Mitteilung abschließend.