Söder irritiert über Streit in der CDU

afp

Von afp

Mi, 31. März 2021

Deutschland

CSU-Chef distanziert sich indirekt von Laschet / CDU beginnt Arbeit an Wahlprogramm.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder hat sich irritiert über den Streit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit CDU-Chef Armin Laschet über dessen Corona-Politik als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident gezeigt. Er finde es "sehr seltsam, wenn der CDU-Vorsitzende mit der CDU-Kanzlerin ein halbes Jahr vor der Wahl streitet", sagte Söder am Dienstag in München. Merkel hatte Laschet am Sonntag vorgeworfen, die für steigende Corona-Inzidenzzahlen vereinbarte Notbremse nicht wie vereinbart anzuwenden. Laschet wies dies zurück. Söder stellte sich dabei hinter Merkel und sagte, es müsse für alle klar sein, dass ab einer Neuinzidenz von über 100 reagiert werden müsse. "Über 100 ist die Notbremse notwendig."

Überschattet von schlechten Umfragewerten hat die CDU indes die Arbeit an ihrem Wahlprogramm offiziell gestartet. Parteichef Armin Laschet versprach am Dienstag bei einer Auftaktveranstaltung in Berlin ein "Jahrzehnt der Modernisierung", räumte aber mit Blick auf das Corona-Management und Vorwürfe in der sogenannten Maskenaffäre einen Vertrauensverlust für die Union ein.