Naturalie

Sommerportulak kann Salate mit einer salzig-nussigen Note bereichern

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Di, 07. Juli 2020 um 16:15 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Weil er sich rasant vermehrt, ist der Portulak als Unkraut bekannt. Was schade ist, denn geschmacklich stellen die leicht fleischigen, saftigen Blätter in der Salatschüssel eine Bereicherung dar.

Fairerweise muss man sagen, dass der Sommerportulak den Sommer gar nicht nötig hat, denn er ist der wahre Portulak. Wir nennen ihn Sommerportulak, um Verwechslungen mit sogenanntem Winterportulak zu vermeiden.

Dieser ist botanisch nicht einmal mit dem Sommerportulak verwandt und firmiert auch unter Kubaspinat oder Postelein.



Weltweit in wärmeren Regionen verbreitet

Der Sommerportulak ist weltweit in den wärmeren Lagen verbreitet, seine ursprüngliche Heimat ist vermutlich Südeuropa. Weil er sich rasant vermehrt, ist der Portulak als Unkraut bekannter denn als Salatzutat.

Was schade ist, denn geschmacklich stellen die leicht fleischigen, saftigen Blätter in der Salatschüssel durchaus eine Bereicherung dar: salzig-nussig mit säuerlicher Note. Finger weg von älteren Blättern, die schmecken schnell bitter.

Schon im achten Jahrhundert vor Christus hatte Portulak sich einen Ruf als Heilpflanze erarbeitet, die gut gegen Sodbrennen eingesetzt werden kann. Die Blätter liefern viel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren, die Blutfett und Blutdruck senken sowie die Durchblutung fördern können. Auch die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Magnesium sind enthalten, darüber hinaus nennenswerte Mengen der Spurenelemente Zink und Eisen.

Am besten kleingeschnitten im Kräuterquark

Aber auch Oxalsäure, daher sollten Menschen, die Probleme mit Gicht oder Nierensteinen haben, nur behutsam zugreifen. Portulak kann gedünstet werden, schmeckt aber frisch am besten. Tipp: kleingeschnitten im Kräuterquark.