Sonne für Wein und Stromerzeugung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 18. November 2020

Schliengen

Die Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim setzt auf Solarenergie.

(BZ). Das Markgräflerland bringt dank der Sonne gute Weine hervor, doch die mehr als 1800 Sonnenstunden pro Jahr können auch darüber hinaus genutzt werden. Deshalb hat die Erste Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim (WG) laut Pressemitteilung der Badenova jüngst eine Photovoltaikanlage installiert. Planung und Bau übernahm die Badenova-Tochter "Badenova-Wärmeplus".

Die installierte Anlage umfasst 1903 Module mit einer Leistung von je 315 Watt, wie Badenova mitteilt. Das entspricht einer Gesamtleistung von rund 600 Kilowatt. Badenova zufolge ist auf das Jahr gerechnet mit einem Ertrag von etwa 1004 Kilowattstunden Spitzenleistung zu rechnen. Demnach kann rund ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs der WG über Solarenergie gedeckt werden.

Auf sechs Dächern mit einer Fläche von rund 3200 Quadratmetern wurden auf fast der gesamten Dachfläche der WG Solarmodule montiert. "Die Nutzung erneuerbarer Energien ist uns ein Anliegen", sagt Heiko Schapitz, Geschäftsführer der WG. So nutze das Unternehmen bereits seit einigen Monaten ein E-Mobil zur Auslieferung seiner Weine. Die zugehörige Ladesäule wurde im Sommer 2020 ebenfalls von der Badenova-Tochter errichtet. Die erneute Zusammenarbeit lag deshalb auf der Hand.

Die Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim wurde 1908 mit 36 ortsansässigen Winzern als erste Genossenschaft im Markgräflerland gegründet. Heute hat sie rund 200 Mitglieder, die eine Rebfläche von etwa 200 Hektar kultivieren und somit bis zu zwei Millionen Liter Wein im Jahr zubereiten. "Wärmeplus" wurde im Jahr 2007 gegründet. Kerngeschäft ist seither die Projektierung, Bau und Betrieb von Wärmenetzen und -anlagen.