Spannende und spielerische Einblicke

Petra Wunderle

Von Petra Wunderle

Mo, 13. September 2021

Rheinfelden

Die Orgelwoche startet mit einem Mehrgenerationen-Projekt in der Christuskirche.

Die Orgel steht seit Sonntagvormittag für Kinder und Erwachsene im Mittelpunkt. In der Christuskirche begann Punkt 11 Uhr der spielerische Auftakt zur Orgelwoche. Spielerisch gleich in zweifacher Hinsicht: Zum einen gab Kirchenmusikdirektor Rainer Marbach gut eine Stunde lang einen sehr spannenden Einblick in das Instrument Orgel, zum anderen durften die Mädchen und Jungen im Anschluss das Modell einer komplett spielbaren, voll mechanischen Miniorgel, bauen.

15 Kinder und zwölf Erwachsene haben beim ersten Teil auf der Empore mitgemacht. "Ich bin der Rainer, ich bin Organist", stellte sich Marbach seinem Mehrgenerationen-Publikum vor. Er erklärte, dass es ein ganz besonderer Tag sei: "Heute ist in ganz Deutschland der Tag des offenen Denkmals und die Orgel ist das Instrument des Jahres 2021", so der Kirchenmusikdirektor. Zudem war es eine Premiere, denn im Rahmen der Eröffnung der Rheinfelder Orgelwoche, durften diese Gäste als erste in die Reinsch Orgel hineinschauen.

Rainer Marbach hat seine interessierten Gäste in seinem Vortrag miteinbezogen: "Warum heißt dieses Ding Orgel und was ist das Wichtigste an der Orgel?" wollte er wissen. Die Antwort: Die Orgel – kommt vom Altgriechischen – und bedeutet Instrument und Organ. Sie ist ein über Tasten spielbares Musikinstrument, das wichtigste sind die Pfeifen, denn durch sie wird der Klang erzeugt, dazu muss Wind in die Pfeifen und das funktioniert mit einem Motor. Wie das abläuft, durften Kinder und eine Erwachsene persönlich ausprobieren. Rainer Marbach malte Tasten auf ein Blatt Papier und gab die Reihenfolge an, daraufhin spielte eine Frau die Anfangsmelodie des wohl ältesten Kirchenliedes "Christ ist erstanden". Ein vierjähriges Zwillingspärchen, das im Krabbelchor mitsingt, haute frei in die Tasten. Der Applaus war allen gewiss.

Dazwischen hatte Marbach immer wieder Quizfragen parat: "Wie alt ist die Orgel in der Christuskirche und wie viel Tasten sind in einer Reihe?" – Die Rensch Orgel wurde 1980 gebaut, es sind 56 Tasten in einer Reihe. Im Anschluss ging es von der Empore nach unten in den Nebenraum Café4U. Hier konnten zehn angemeldete Mädchen und Jungen an einer Werkelstunde mitmachen. Ihnen stand "Allegro der schnelle Orgelbausatz" zur Verfügung. Diesen Bausatz hat die evangelische Kirchengemeinde extra ausgeliehen, der Orgelbausatz wurde speziell für das Jahr der Orgel hergestellt und ist für Schüler und junge Menschen konzipiert. Es handelt sich um eine Pfeifenorgel im Miniaturformat. In harmonischer Teamarbeit wurden Gerüst, Tasten und Balk, die Windlade, Windversorgung, die Pfeifen zu einem Orgelwerk zusammengebaut. Alle Kinder machten begeistert mit und dazu sagte eine Mamma: "Mein sechsjähriger Sohn singt im Kinderchor Goldkehlchen mit und er liebt das alles hier in der Christuskirche".

Weitere Termine: 15. September, 19 Uhr, "Klang-Landschaften" in St. Josefskirche mit Kirchenmusiker und Organist Ulrich Weissert (Davos) sowie Perkussionist und Vibraphonist Albrecht Volz (Leonberg); 19. September, 20 Uhr, Basler Organist Johannes Fankhauser improvisiert zu "Das Phantom der Oper" in St. Josefskirche; 25. September, 19 Uhr, Martin Böcker (Stade) mit Recital Bach in St. Josefskirche; 26. September, 17 Uhr, Organist Thilo Muster und Bläser Samuel Freiburghaus in Christuskirche