Herbolzheim

Stadt will Senioren stärker in Kommunalpolitik einbinden

Michael Haberer

Von Michael Haberer

Mi, 13. Oktober 2021 um 19:00 Uhr

Herbolzheim

Senioren sollen in Herbolzheim angemessen an kommunalpolitischen Entscheidungen beteiligt werden. Das schlägt eine Arbeitsgruppe um Klaus Roßmanith vor.

Die Stadt Herbolzheim bemüht sich um eine Seniorenbeteiligung. Die Federführung wird bei Klaus Roßmanith, früher Seniorenbeauftragter der Stadt Emmendingen und nun Rentner in Herbolzheim, liegen. Roßmanith berichtete im Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Soziales von den Plänen seiner Arbeitsgruppe.

Die Altersgruppe der über 60-Jährigen wächst

Da etwa ein Viertel der Herbolzheimer über 60 Jahre alt seien und diese Altersgruppen weiter zunehme, sei eine der gesetzlichen Jugendbeteiligung vergleichbare Beteiligung der Senioren an den kommunalpolitischen Entscheidungen angemessen, erklärte Roßmanith. Er schlug eine einfache Form vor. Gleich mit einem Seniorenforum mit Seniorenbeirat und Seniorenbeauftragten wie in Kenzingen einzusteigen, hielt Roßmanith für zu schwierig.

Seniorenversammlung als nächster Schritt

Ihm schwebe ein Gremium von sechs bis acht Personen vor, das in einer öffentlichen Seniorenversammlung gewählt wird, so Roßmanith. Hier sollen die wichtigsten Themen diskutiert und die Organisation eines Seniorenbeirats vorbereitet werden. Diese Seniorenversammlung werde der nächste Schritt sein, teilte Bürgermeister Thomas Gedemer der BZ mit.

Cornelia Held merkte in der Ausschusssitzung an, dass die CDU-Fraktion bereits vor sechs Jahren beantragt habe, einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen.