Statt Skalpell und Tabletten heilt göttliche Energie

Do, 03. Mai 2001

Titisee-Neustadt

Gertrud Perach: Spiritueller Weg statt Schulmedizin / Eine Freiburger Ärztin vertritt neue Wege des "Heil werdens".

FREIBURG (twi). "Blind" ist nicht derjenige, der nicht sieht; "blind" ist derjenige, der nicht bereit ist zu sehen". Der Spruch an der Wand des kleinen Reihenhauses im Freiburger Süden kennzeichnet das Anliegen und Lebenswerk einer ungewöhnlichen Frau. "Ich glaube nichts", sagt die Freiburger Ärztin und Psychotherapeutin Gertrud Perach (57) und erzählt gleichzeitig von den drei Hüllen des Körpers, von göttlichen Energien, von der Heilkraft eines tief verinnerlichten Glaubens an Gott und das Göttliche im Menschen. Wie ist sie auf den mystischen Weg geraten, der sie mehrmals im Jahr nach Indien führt, sie als Heilerin weit über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannt gemacht hat ? "Nur aus Erfahrung", meint Gertrud Perach, Erfahrungen, die sie auch in bitterster Form in ihrem Leben reichlich sammeln konnte, die sie selbst heute getreu ihrer Überzeugung jedoch nicht als negativ sondern als sehr wertvoll für ihre spirituelle Entwicklung bezeichnet.

Die Mutter von vier inzwischen erwachsenen Söhnen stammt aus Minden in Westfalen, wuchs streng katholisch erzogen auf und musste schon in der Jugend erleben, dass ihre Suche nach Spiritualität sowohl bei den Eltern wie bei den Geschwistern auf Unverständnis stieß. In einem Katholischen Priester fand sie jemanden, der ihre Fragen nach Glauben und Religiosität beantworten konnte, später aber ihr Vertrauen missbrauchte. Sie brach mit der Kirche und jeder Form von Religiosität. Als Ingenieur-Assistentin bei Siemens versuchte Getrud Perach ihre Suche auf der naturwissenschaftlichen Ebene fortzusetzen, gab später dem Wunsch ihres Vaters nach und studierte Medizin. Von Erlangen kam sie in die chirurgische Abteilung des Krankenhaues in Emmendingen und war begeistert von der liebevollen und harmonischen Athmosphäre, welche die Schwestern auf der Frauen-und Kinderstation erzeugten. Nach der Geburt des ersten Kindes gab sie die Arbeit im Krankenhaus auf und ging als Ärztin zu Pro-Familia in Freiburg. "Von Psychologie wollte ich damals überhaupt nichts wissen", erzählt Gertrud Perach. Eine Fortbildung, in der sie massiv mit der eigenen Depressivität konfrontiert wurde, brachte sie doch in diese ...

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