BZ-Alltagswissen

Steckt in Pfefferkuchen wirklich Pfeffer?

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Do, 17. Dezember 2020 um 18:09 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Verdächtig scharf schmeckt das Weihnachtsgebäck nicht, also muss man sich fragen: Sind Pfefferkuchen, wie Lebkuchen auch genannt werden, womöglich falsch deklariert, da pfefferfrei?

Ein Anruf in Pulsnitz, wo seit 1558 – übrigens das ganze Jahr über – Pfefferkuchen gebacken werden und die Pfefferküchler den königlich sächsischen Hof belieferten.
Gertwiller im Elsass: Ein Besuch im Lebkuchenwunderland

Anja Garten von der Pfefferküchlerei Richard Nitzsche erklärt: "Pfeffer ist tatsächlich keiner drin, aber ganz verkehrt ist der Name dennoch nicht: In den Anfangszeiten galten viele der verwendeten Gewürze als exotisch und wurden allesamt einfach als Pfeffer bezeichnet, weil sie oft ein ungewohntes Gefühl auf der Zunge hinterließen."
Erklär’s mir: Was sind Lebkuchen?

Zu den typischen Pfefferkuchengewürzen gehören beispielsweise Zimt, Kardamom, Muskat und Fenchel. Wer wovon wie viel verwendet, ist Firmengeheimnis. Entscheidend für den Geschmack ist auch der mit Honig oder Sirup abgeschmeckte Grundteig, der Zeit zum Reifen hatte. Deshalb wird Grundteig kühl gelagert – mitunter mehrere Jahre lang. Fragen bitte per Mail an fragen@badische-zeitung.de.