Gendefekt

Brustkrebsrisiko und Amputation: Einsame Entscheidung

Martina Philipp

Von Martina Philipp

Mo, 10. Juni 2013 um 09:12 Uhr

Südwest

Ihre Schwester leidet, stirbt einen langsamen Tod. Brustkrebs. Das Risiko, ebenfalls daran zu erkranken, liegt bei Sandra Weis bei 87 Prozent. Die Freiburgerin entschließt sich zur Amputation – ihr Umfeld reagiert verstört.

Zweieinhalb Jahre hat Sandra Weis ansehen müssen, wie ihre jüngere Schwester gelitten hat. Sie hat sie zu den Ärzten begleitet und zur Chemotherapie, die nie angeschlagen hat. Sandra Weis saß dabei, als der Arzt ihrer Schwester, Mutter einer zweijährigen Tochter, die Nachricht übermittelte, dass er nichts mehr tun könne. "Hätte der Stuhl keine Armlehne gehabt, ich wäre umgefallen", sagt Sandra Weis (44). Sie erinnert sich daran, wie ihre Schwester dann im Sterben lag, nur noch Haut und Knochen und Metastasen war, Schmerzen hatte, und wie sie dennoch nicht sterben konnte. Vielleicht, weil beide Schwestern das Ziel hatten, dass sie, Dani, durchhält, bis ihre Tochter in die Schule kommt. "Irgendwann habe ich zu Dani gesagt: Wenn du gehen willst, dann geh", sagt Sandra Weis. Wenige Tage später stirbt ihre Schwester.

Diese Geschichte muss man kennen, um die nächste Geschichte der ...

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