Teil 8A

Junge Mundartautoren: Fascht Forever Young

Ulrike Derndinger

Von Ulrike Derndinger

Mo, 17. September 2012 um 13:14 Uhr

Südwest

Welche Vorteile junge Mundartautoren haben und wie es sich anfühlt, ein Exot zu sein: Ein Essay über das Dichten in der Mundartnische.

Wenn ich neue Bekanntschaften schockieren will, erzähle ich, dass ich alemannische Geschichten schreibe. Sogar öffentlich vorlese. Mit 35 Jahren. Sie stutzen auch? Denken, ich sei zu jung dazu? Des hab i mer denkt.

Nicht, dass mich das nerven würde. Ich wundere mich nur, dass nicht mehr gleichaltrige Gerneschreiber auf die Idee kommen. Das Dichten in der Mundartnische hat zwei Vorteile: Man gilt bis kurz vor dem 60. Geburtstag als jung. Bis 70 wird man noch zu den Jüngeren gezählt, und biblisch wird’s erst ab Ende 80. Fascht forever young, also. Zum anderen wird man ständig als Exot bewundert. Ausgerechnet. Denn ich tue ja nichts anderes, als mein Heimatgefühl zu verdichten. Und das in der Sprache, die ...

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