Hintergrund

Täglicher Grenzverkehr mit der Schweiz und dem Elsass bleibt möglich

Stefan Ammann

Von Stefan Ammann

Sa, 24. Oktober 2020 um 09:02 Uhr

Südwest

Wer aus einem Risikogebiet nach Baden-Württemberg einreist, muss eigentlich in eine 14-tägige Quarantäne oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Doch es gibt einige Ausnahmen.

Die Corona-Verordnung des Landes sieht jedoch eine ganze Reihe Ausnahmen vor: Berufs- und Bildungspendler – wie etwa Schüler, Kindergartenkinder und Studierende – sind von der Quarantänepflicht ausgenommen. Das gilt auch für Verheiratete oder Partner in einer festen Beziehung, bei geteiltem Sorgerecht, zum Beistand schutzbedürftiger Personen, bei unaufschiebbaren medizinischen Behandlungen oder Berufsreisen. Urlaubsreisen oder Familienbesuche ohne triftigen Grund sind nicht als Ausnahme aufgeführt.

Bei sogenannten Auspendlern mit einer Aufenthaltsdauer unter 48 Stunden im Risikogebiet entfällt die Quarantänepflicht grundsätzlich. Bewohner der Schweizer Grenzkantone oder des Elsass dürfen sich ohne Quarantäne 24 Stunden in Baden-Württemberg aufhalten. Tagesausflüge über die Grenze oder Einkaufen im Nachbarland bleiben also weiterhin beidseitig möglich. Grenzschließungen zur Schweiz oder zum Elsass wie noch im Frühjahr scheinen momentan eher unwahrscheinlich.

Politiker aus den wirtschaftlich eng verflochtenen Regionen beiderseits des Rheins hatten sich deutlich dagegen ausgesprochen. So betonte beispielsweise Winfried Kretschmann vergangene Woche in einer Pressemitteilung mit anderen Ministerpräsidenten, dass es keine Einschränkungen im Grenzverkehr geben dürfe.