Tennisclub hat einige junge Talente

Heidi Rombach

Von Heidi Rombach

Mi, 11. Dezember 2019

Bonndorf

Rückblick auf ein sportlich erfolgreiches Jahr / Vorsitzender Urs Gronenberg denkt ans Aufhören.

BONNDORF. Beim Tennisclub Bonndorf wird es im kommenden Jahr wesentliche Veränderungen im Vorstand geben. Vorsitzender Urs Gronenberg und sein Vize, Franz Baumgärtner, sowie Jugendwartin Marion Temesberger bekundeten in der Jahreshauptversammlung, 2020 nicht mehr zu kandidieren. Im Vorjahr war das gesamte Führungsteam auf zwei Jahre gewählt worden.

Ende September endet generell das Vereinsjahr beim 1967 gegründeten Tennisclub. Derzeit gehören ihm 199 Mitglieder an, von denen sich 154 aktiv an diesem Ballsport erfreuen. Die Saison auf den vier Sandplätzen startet jeweils in der zweiten Aprilhälfte. Aus dem Rückblick des Vorsitzenden Gronenberg war zu entnehmen, dass die Pflege und der Unterhalt des Clubhauses und des Vereinsgeländes recht arbeitsintensiv sind. Auch beim Tennisclub erfordert der Datenschutz enormen Zeitaufwand.

Neue Wege beschritt man, um über die digitalen Medien Informationen an die Mitglieder zu transportieren. "Vorstandssitzungen haben wir nur noch auf Zuruf abgehalten. Von festen Terminen halte ich nichts. Es braucht keine elf Leute, um das eine und andere abzusprechen", sagte Urs Gronenberg. Hier setzt er eher auf konzentriertes Arbeiten. Deshalb ging man dazu über, mittels Rundschreiben Abklärungen zu treffen und Abhilfe zu schaffen.

Übergehend zum sportlichen Teil freute er sich, dass die erste Mannschaft unter Leitung von Marco Koliska besonderes Niveau hat. "Ihr habt mit vielen Siegen angefangen, aber gestartet seid ihr wie die Feuerwehr", lobte er. Das eigentliche Highlight indes war der Erfolg der "Herren 50", welche in die Badenliga aufstiegen. Demnächst soll der Platz vor dem Sportheim durch die Stadt saniert werden. "Es ist uns wichtig, dass der Platz geteert wird."

Großen Spaß hatte man am Weihnachtsmarkt 2018, als der Tennisclub im Wechsel mit dem PSV einen Stand betrieb. Dank dem Umtrieb von Marion Temesberger sei er eine Augenweide gewesen. Die Teilnahme am Schlossfest sei für den Tennisclub zu groß, weshalb nur der Weihnachtsmarkt für Einnahmemöglichkeiten bleibe. Dank gebührte Isolde Indlekofer und der Damenmannschaft für die Vorbereitung des Jahresausflugs. Es regnete zwar aus Kübeln und dennoch bescheinigte Gronenberg: "Ihr habt das großartig gemacht."

2020 wird das letzte Jahr für ihn als Vorsitzenden sein. Aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen werde er nicht mehr kandidieren. "Macht euch Gedanken", forderte er auf. Die Arbeit im Vorstand macht Spaß, aber sie sei auch zeitaufwändig.

Umfangreich fiel der Bericht von Sportwart Marco Koliska aus, der zu den sechs Mannschaften detaillierte Angaben machte. Diese Teams sollen für das Sportjahr 2020 wieder gemeldet werden. Momentan befinde man sich in der Herrenwinterrunde. "Wichtig ist, dass die Jugend in den aktiven Bereich integriert wird. Das wäre mein Wunsch für die nächste Saison."

Amtsmüde ist auch Jugendwartin Marion Temesberger, die dennoch von ihrer Aufgabe schwärmte. Im vergangenen Winter trainierte sie 40 Kinder in der Trainingshalle in Schluchsee. Ein Teil der Buben und Mädchen wechselte in den Aktivbereich. Derzeit betreut sie 34 Kinder. Sie berichtete vom Sommertraining, dem Schnuppertraining, der Tennis-AG in der Grundschule und von "Jugend trainiert für Olympia", wo zwei Mannschaften starteten. Zufrieden erinnerte sie an die Verbandsspiele, wo die sechs Mannschaften alle gute Platzierungen ablieferten. "Wir haben einige Talente dabei", betonte sie. 2020 wird es nur vier Jugendmannschaften geben.

Erleichtert zeigte sich Kassiererin Andrea Volk darüber, beim Weihnachtsmarkt Gewinn gemacht zu haben. "Wir brauchen allerdings diese Einnahmequelle." Ein großer Kostenfaktor ist die Unterhaltung und Pflege des Clubhauses und der Sportanlage.

Gemeinderätin Mechthild Frey-Albert staunte nicht schlecht, was da beim TC alles gelaufen ist. Vorsitzender Urs Gronenberg dankte der Stadt für die Unterstützung. Beabsichtigt ist, im kommenden Jahr den Vorplatz zu sanieren. Auch soll das Vereinsheim einen neuen Anstrich erhalten. Mit Rundmails will man Arbeitseinsätze besser koordinieren.