Premiere

Barbara Mundel und Olga Motta inszenierten Jules Massenets Oper „Cendrillon“ in Freiburg

Heinz W. Koch

Von Heinz W. Koch

Mo, 10. April 2017

Theater

Klar, „Le Cid“ ist ihm zu danken, „Don Quichotte“, der geniale „Werther“. Dennoch, Jules Massenet (1842 bis 1912) geht es wie Puccini.

Die meistens seiner zwei Dutzend Opern tragen Frauennamen. Lucette dürfte die jüngste seiner Titelheldinnen sein, das Aschenputtel, das auf den großen französischen Märchenerzähler Charles Perrault zurückgeht. Seine Version war schon gute 200 Jahre alt, als Massenet 1899 seine Oper "Cendrillon" schrieb: ein wundersames, oft sehr leises Singmärchen, das nicht den überwältigend-quicken Witz von Rossinis "La Cenerentola" ausstrahlt, sondern mehr durch einen intimen lyrischen Zauber gefangen nimmt. Man muss sein Gemüt schon an der Garderobe abgegeben haben, um ihm nicht zu verfallen.

Der Komponist und sein Librettist Henri Cain kommen dabei ganz ohne die Gruseligkeiten der Grimm’schen Fassung aus. Auch der landesweit gesuchte gläserne Schuh, wie bei Perrault auch hier noch für den Untertitel gut, spielt in Wahrheit keine wesentliche Rolle mehr. Im Zentrum steht das Erwachsen- und ...

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