Die Groteske vom armen Soldaten Wozzeck

Heinz W. Koch

Von Heinz W. Koch

Di, 15. September 2015

Theater

Andreas Homoki und Fabio Luisi mit Bergs Oper in Zürich.

Was für eine Bühne! Gelb alles. Wie hölzern, ein wenig schraffiert. Eigentlich immer nur ein Bilderrahmen, auf- und niederfahrend, sich zusammenziehend. Auch eine barocke Tiefenperspektive suggerierend, ein Rahmen hinterm anderen. Am Ende sich neigend, aus dem Lot kippend, in die Schräge, alles aus den Fugen. Michael Levine dachte die Szene sich für Alban Bergs Oper "Wozzeck" in Zürich aus. Man könnte auch von einer Bühnenterrasse mit Gängen dazwischen sprechen. Die Gestalten wie hinter Brüstungen zumeist nur von der Hüfte aufwärts zu sehen. Waagerechte Rochaden, ein Abtauchen wie beim Kasperletheater. Keine Örtlichkeit, nichts. Man vermisst sie nicht. Straße, Arme-Leute-Stube, Wirtshausgarten, der nächtliche Teich, in dem Wozzeck ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ