Tiere wurden durchgehend sehr gut bewertet

Christine Weirich

Von Christine Weirich

Mi, 16. Oktober 2019

Breisach

Herbstausstellung der Gündlinger Kleintierzüchter.

BREISACH-GÜNDLINGEN. Auch in diesem Jahr fanden sich wieder zahlreiche Besucher bei der Herbstausstellung des Kleintierzuchtvereins in der Malteserhalle ein, um sich von den hervorragenden Zuchtergebnissen der Aussteller zu überzeugen. Das Rennen bei der Lokalschau machte Züchter Harald Morath. Er wurde Vereinsmeister mit der Rasse Zwergwidder dunkel, eisengrau, der besten Sammlung von vier Tieren. Mit fünf besten Tieren aus der Sammlung Zwergwidder dunkel/eisengrau wurde Morath auch Gesamtsieger. Zudem kann er den besten Rammler aus der Familie "Zwergwidder wildfarben" sein eigen nennen. Die Häsin mit der besten Benotung aus der Zucht "Deutsche Kleinwidder blaugrau" ist im Besitz von Sven Jöhle.

Feierlich herausgeputzt saßen im Durchgang zwischen Malteserhalle und Schule gackernde Hühner, eine Schar gurrende Tauben und wuschelige Kaninchen friedlich in ihren Käfigen nebeneinander. Als Besonderheit in diesem Jahr ausgestellt wurde ein Zuchtpaar japanischer Shamo-Hühner. Diese zeichnen sich durch ihren extrem schlanken und muskulösen Körper mit komplett schwarzem Gefieder aus. Die Tiere können bis zu siebzig Zentimeter Höhe erreichen und fünf Kilogramm schwer werden.

An den Käfigen der Kaninchen befanden sich Plaketten, die über die Rasse, das Gewicht und die Rassemerkmale des Tieres Auskunft gaben. Für die Bewertung war auch in diesem Jahr wieder Franz Bayer aus Herbolzheim zuständig. Die Tiere wurden am Vortag der Ausstellung gewogen, auf ihre Zahnstellung geprüft und die Körperform beurteilt.

Fest an seiner Seite war Ausstellungsleiter Sven Jöhle, der nicht nur in Gündlingen, sondern auch bei der Kreisschau in Freiburg die Dokumentation der Bewertungen übernimmt. Er freut sich über die durchgehend sehr gute Bewertung der Tiere. Lediglich ein Tier habe die Bewertungskriterien nicht erfüllt, berichtet er. "Bei uns Züchtern steht nicht nur die Freude am einzelnen Tier im Vordergrund, sondern auch das Interesse und die Faszination, die Eigenarten einer bestimmten Rasse am eigenen Tierbestand herauszuarbeiten, indem man auf der Basis der Vererbungslehre die passende Zuchtauswahl trifft", erklärt Jöhle fachmännisch.

"Das ist, abgesehen von den Kosten, mit sehr viel Arbeitsaufwand verbunden. Daher gehört es nicht gerade zu den Züchterfreuden, wenn die Arbeit von mehreren Jahren in nur einer Nacht durch einen Marderbesuch zunichtegemacht wird, so wie das jüngst bei mir passierte. Über fünfzig Tauben und Hühner fielen dem blutrünstigen kleinen Raubtier zum Opfer. Da half auch das neu installierte engmaschige Drahtgeflecht an den Behausungen nichts", erzählt er. Demoralisiert durch diese Aktion ist der Züchter mit Leidenschaft nicht. Er fasst bereits neu erworbene Zuchtmöglichkeiten ins Auge.

Vorsitzender Gerhard Jöhle beglückwünschte die Sieger der Ausstellung und überreichte ihnen Geschenke. Er freue sich, dass jedes Jahr Abordnungen befreundeter Vereine kommen, um sich über die Arbeit der Züchter zu informieren und auszutauschen. Jöhle dankte allen Helfern, die beim Auf- und Abbau der Käfige geholfen hatten und den emsigen Damen in der Küche, die für das Zubereiten des weithin bekannten "Hasenpfeffers" Sorge tragen.