Kaffeekonsum im Homeoffice

ÜBRIGENS: Bleibt alles anders

Patrik Müller

Von Patrik Müller

Mi, 23. Dezember 2020

Emmendingen

Ich bin immer noch im Homeoffice. Das Gästezimmer ist das Arbeitszimmer, die Kollegen sind kleine Gesichter in der Videokonferenzsoftware und der Gang zum Wurststand auf dem Emmendinger Marktplatz in der Mittagspause fehlt noch mehr als im Frühjahr, als ich zum ersten Mal darüber geschrieben habe, wie sehr das alles fehlt. In den vergangenen Monaten hat sich aber doch einiges geändert. In der Videokonferenzsoftware sind neue Gesichter aufgetaucht, ich habe leicht zugelegt – und ich trinke wieder mehr Kaffee. Der Wechsel von der Redaktion ins Homeoffice brachte für mich damals den Wechsel von einer Padmaschine zu einem Siebträger mit sich. Besserer Kaffee, aufwändigere Zubereitung, geringerer Konsum. Seit ein paar Wochen steht ein Vollautomat in der Küche. Es ist nicht das Schweizer Edelmodell, das der Kollege aus Freiburg empfohlen hat ("Alles andere ist halbherzig und bald durch"), aber ich trinke meinen Kaffee sowieso mit viel Milch und bin glücklich, dass ich nur noch auf einen Knopf drücken muss. Die Grillwurst vom Marktplatz, fürchte ich, wird sich nicht ganz so leicht ersetzen lassen. Und das Geplauder mit den Kolleginnen in der Kaffeeküche auch nicht.