Mit Gewinn leben

Vermögenswirksame Leistungen sollten nicht verachtet werden

Karin Baur

Von Karin Baur

Mo, 03. Mai 2021 um 11:13 Uhr

Wirtschaft

Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers sind oftmals ein gutes Zubrot des Arbeitgebers für die Altersvorsorge. Trotz allem nehmen nur wenige Menschen diese Leistung in Anspruch. Warum?

Vau-El: Liegt es am Namen? Schätzungsweise ein Drittel der Berechtigten verzichtet auf vermögenswirksame Leistungen (VL) – und damit auf ein schönes Zubrot zum Beispiel zur Altersvorsorge. Wer 40 Euro monatlich während eines rund 35-jährigen Berufslebens zur Seite legt, kann am Ende mit ungefähr 30.000 Euro rechnen – bei 3 Prozent jährlicher Rendite. Bei guter Entwicklung ist mehr drin. Das Beste: Der Arbeitgeber zahlt. Im Arbeits- oder Tarifvertrag ist geregelt, wie viel. Berechtigt sind Arbeitnehmer, Beamte, Azubis.
Kolumnistin: Karin Baur ist Redakteurin für Geldanlage und Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest. Sie schreibt für die Zeitschrift Finanztest. www.test.de/vl


Für VL kommen Aktienfonds, Banksparpläne oder Bausparverträge in Frage, sogar einen Baukredit kann man damit abzahlen. Ein Vertrag läuft sieben Jahre, so lange ist das Geld gesperrt. Wer nicht so viel verdient, dem schießt der Staat etwas zu – die Arbeitnehmer-Sparzulage. Der Haken an der Sache: Vermögenswirksame Leistungen fließen nur mit einem entsprechenden Vertrag. Den bekommt man bei der Bank, beim Fondsvermittler oder bei Onlinebrokern. Am besten erst einmal nachfragen, wie viel VL die Firma zahlt. Oft gibt es nicht die vollen 40 Euro. Dann kann man selbst aufstocken. Hält man den Vertrag in Händen, reicht man den Durchschlag an die Personalabteilung weiter. Die überweist das Geld. Nach Ablauf der siebenjährigen Frist können Sparerinnen über das Geld frei verfügen. Sie können auch nahtlos den nächsten Vertrag anhängen und ihre Ersparnisse liegenlassen – das bietet sich vor allem bei Aktienfonds beziehungsweise ETF-Sparplänen an.
Weitere Teile der Kolumne: Mit Gewinn leben