Verschlechterung für die Berufspendler

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 20. Juni 2020

Weil am Rhein

Stickelberger fordert im Ministerium Nachbesserungen.

(BZ). In einem Schreiben an Minister Hermann hat der Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger (SPD) sich für bessere Verbindungen auf der Rheintalschiene stark gemacht. Leider bringe der neue Sommerfahrplan nicht nur Vorteile, sondern auch massive Nachteile, erklärt Stickelberger. Erst dieser Tage hatten etwa der SPD-Ortsverein Efringen-Kirchen und auch der Ortschaftsrat Haltingen sich mit dem Thema beschäftigt und Verbesserungen eingefordert. Stickelberger erinnert Hermann daran, dass bei der Ausschreibung versucht worden war, das neue Angebotskonzept im Schienen Personenverkehr mit der Region abzustimmen.

Trotzdem zeige sich jetzt, dass speziell im Berufsverkehr Lücken klaffen. So seien bisherige Verbindungen zwischen 7 Uhr und 8 Uhr sowie zwischen 17 Uhr und 18 Uhr weggefallen. Verbessert werden müssten auch wieder die Anschlüsse an den Fernverkehr.

In Einzelfällen, so Stickelberger benötigten Pendler aufgrund der Verschlechterung der Umsteigezeiten nun bis zu einer Stunde länger für den Weg zu Arbeit und zurück. "Den Verweis auf die Überlastung der Rheintalstrecke und die damit begründete Vertröstung auf die Zeit nach deren vierspurigen Ausbau halte ich gerade angesichts des Klimawandels für nicht angemessen und zielführend".

Darüber hinaus bitte Stickelberger um Informationen, die es erlaubten, den damaligen Prozess von der Vorbereitung der Ausschreibung zur abschließenden Entscheidung transparent nachvollziehbar zu machen. Dazu bitte er auch um Auskunft, welche konkreten Einwirkungsmöglichkeiten die betroffenen Gemeinden hatten und nach welchen Kriterien entschieden wurde. Insbesondere verlangt Stickelberger darüber Aufklärung, wie es den Gemeinden Heitersheim und Bad Krozingen gelingen konnte, dass sie vor dem dort ursprünglich geplanten Entfall der Halte verschont blieben.