Weil am Rhein

Vier Menschen sollen Impfausweise gefälscht haben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 21. Oktober 2021 um 14:35 Uhr

Weil am Rhein

In Apotheken in Weil am Rhein fallen vier Menschen mit mutmaßlich gefälschten Impfpässen auf. Die Polizei wird alarmiert und diese leitet nun Strafverfahren ein.

Das Weiler Polizeirevier leitet Strafverfahren gegen vier Menschen ein, die mit mutmaßlich gefälschten Impfausweisen in der Stadt ertappt wurden. In allen Fällen hätten die Personen versucht, in einer Apotheke digitale Impfzertifikate über ihre Corona-Impfung zu erhalten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Den Mitarbeitern fielen die mutmaßlichen Fälschungen auf und sie verständigten die Polizei. Diese leitete am Mittwoch gegen eine Frau und drei Männer im Alter zwischen 22 und 37 Jahren Ermittlungen ein. Die Impfausweise wurden beschlagnahmt.

Im Kreis Lörrach sind das keine Einzelfälle. Ende September berichtete die Polizei, dass in 26 Fällen Ermittlungen eingeleitet wurden. Das damals noch geöffnete Lörracher Impfzentrum wies ebenfalls auf das Problem hin. Die Einrichtung verwies darauf, dass es auch gefälschte digitale Zertifikate gebe.

Anders als bei einem "Fake-Attest" zur Entbindung der Maskenpflicht oder der Fälschung eines Testergebnisses geht es strafrechtlich betrachtet nicht um den Gebrauch eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses. Dieses Delikt kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Bei gefälschten Impfpässen gilt ein höheres Strafmaß, es handelt sich um Urkundenfälschung. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden.