Analyse

Warum erneuerbare Energiequellen an ihre Grenzen stoßen

Bernward Janzing

Von Bernward Janzing

Do, 29. Juli 2021 um 13:55 Uhr

Wirtschaft

BZ-Plus Der Stromverbrauch wird in den nächsten Jahren steigen. Wie kann dieser Strom erzeugt werden, wenn nach der Atomkraft auch die Kohleverstromung endet? Und was geschieht bei der Dunkelflaute?

Bislang war die Bundesregierung für das Jahr 2030 von einem Bruttostromverbrauch von 580 Terawattstunden (TWh) ausgegangen. Eine Terawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. Inzwischen rechnet das Wirtschaftsministerium mit 645 bis 665 TWh, weil die Elektromobilität und der vermehrte Einsatz von strombasierten Heizsystemen den Verbrauch steigen lassen.
Ist die neue Prognose realistisch?
Manche Beobachter halten sie noch immer für zu niedrig. Der Bundesverband Erneuerbare Energie errechnete jüngst einen Verbrauch von 745 TWh im Jahr 2030, ausgehend von 13 Millionen Elektroautos und 7 Millionen elektrischen Wärmepumpen in den Häusern. Zugleich propagiert der Lobbyverband der Ökostrombranche einen höheren Anteil der Erneuerbaren als die von der Regierung angestrebten 65 Prozent. Er kalkuliert entsprechend mit einem Bedarf an Ökostrom von sogar 575 TWh im Jahr 2030.
Wie soll der Bedarf gedeckt werden?
Die Bundesregierung hat in ihrem Zehn-Jahres-Plan festgeschrieben, dass 2030 der deutsche Strombedarf zu 65 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, 2050 dann zu 100 Prozent. Auf Basis der erhöhten Verbrauchsprognosen müssen die Erneuerbaren entsprechend stärker ausgebaut werden. Das heißt: Im Jahr 2030 müssen sie bis zu 432 TWh statt der bisher angesetzten 377 TWh erzeugen. Zuletzt kamen die Erneuerbaren in Summe auf 251 TWh.
Was können Erneuerbare liefern – etwa die Windkraft an Land?
Sofern die ...

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