BZ-Serie "Grüner leben"

Warum sich Menschen in Solawis engagieren

Mathias Heybrock

Von Mathias Heybrock

So, 05. April 2020 um 20:00 Uhr

Umwelt & Natur

BZ-Plus Viele wollen sich bewusster ernähren und achten auf regionales und saisonales Gemüse. Die solidarische Landwirtschaft bietet die Möglichkeit, näher dran zu sein am Anbau.

An der Ibentalstraße, die von Kirchzarten nach Unteribental führt, liegt auf der Höhe von Burg am Wald der "Lebensgarten": eine knapp über einen Hektar große Ackerfläche mit Ausblick auf malerische Schwarzwaldhänge. Renate Seider begrüßt uns mit einem Händedruck, der das Zupacken gewohnt ist. Sie ist eine der beiden festangestellten Gärtnerinnen des Vereins Lebensgarten, der hier eine solidarische Landwirtschaft betreibt, kurz Solawi genannt.

"Solidarische Landwirtschaft heißt, dass sie von Mitgliedern mitgetragen wird", erläutert Seider. Diese Mitglieder zahlen einen fixen monatlichen Beitrag, der dem Betrieb ein kalkulierbares Jahreseinkommen beschert. Im Gegenzug erhalten sie einmal wöchentlich Gemüse, das sie sich selbst an drei Sammelstellen abholen können: Eine befindet sich direkt auf dem Acker.

Das Konzept klingt erst einmal ähnlich wie bei einem Gemüseabo. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass in einer Solawi das betriebswirtschaftliche Risiko auf mehreren Schultern verteilt ist. "Sagen wir, es war ein trockenes Jahr und es gibt wenig Karotten", so Seider. "Dann bekommen unsere Mitglieder etwas weniger Gemüse." Zugekauft wird nichts.

Lust auf Märkte, Hofläden und Solawis
In Zeiten, in denen Menschen etwas in ihrem Alltag ...

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