Interview
Was Eltern tun können, um ihre Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen
In Hartheim ist ein Kind entführt und sexuell missbraucht worden. Vorfälle wie dieser verunsichern Eltern – was können sie tun? Der Fachberater Nils Vogelsang sagt: "100 Prozent Schuld hat der Täter."
Do, 4. Jun 2020, 17:50 Uhr
Liebe & Familie

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Ihr Kind alleine auf den Spielplatz zu lassen – davor haben manche Eltern Angst. „Grundsätzlich würde ich Eltern davon abraten, mit großer Sorge oder Ängstlichkeit das Kind durchs Leben zu begleiten“, sagt Nils Vogelsang. Denn sexueller Missbrauch geschieht meistens im persönlichen Nahbereich des Kindes. Foto: nadezhda1906 (Adobe Stock)Nils Vogelsang: Die meisten Fälle von sexuellem Missbrauch geschehen im Bekanntenkreis oder in der Familie. Übergriffe von Fremdtätern sind eher die Ausnahme. Wir gehen davon aus, dass in weniger als zehn Prozent der Fälle der Täter ein Fremder ist. In mehr als 90 Prozent ist es jemand, der das Kind gut kennt und mit dem es ein Vertrauensverhältnis gibt.
Ist die Sorge der Eltern also in den falschen Momenten besonders groß? Beim Gang alleine auf ...
