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Erklär’s mir

Was ist ein Cembalo?

Johannes Adam
  • Mi, 06. Juli 2011, 00:00 Uhr
    Erklär's mir

     

Obwohl es Tasten hat, ist das Cembalo ein Zupfinstrument. Im Gegensatz zum Klavier, wo die Saiten angeschlagen werden, werden sie beim Cembalo angerissen (wie die Fachleute sagen), wodurch die Saiten aber nicht beschädigt werden.

Zweimanualiges Cembalo nach Andreas Ruckers, Antwerpen, um 1620.  | Foto: Hans Jürgen Kugler
Zweimanualiges Cembalo nach Andreas Ruckers, Antwerpen, um 1620. Foto: Hans Jürgen Kugler
Am wichtigsten war das Cembalo in einer Zeit, die man in der Musikgeschichte Barock nennt. Einer der bedeutendsten Komponisten damals war Johann Sebastian Bach, der bis 1750 in Leipzig gewirkt hat.
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Das Cembalo ist ein sehr schönes Instrument mit einem klaren, hellen, silbrigen Klang, dessen Lautstärke der Spieler – anders als beim Klavier – durch den Tastendruck allerdings nicht beeinflussen kann. Das ist einer der Gründe, weshalb Komponisten, die nach Bach lebten, sich irgendwann nicht mehr für das Cembalo interessierten. Es wurde vom Klavier abgelöst.

Weil man barocke Musik später dann aber doch möglichst so spielen wollte, wie das schon zu Bachs Lebzeiten getan wurde, brauchte man auch wieder Cembali (wie die Mehrzahl von Cembalo heißt). Inzwischen gibt es sogar moderne Musik für dieses Instrument.

Ressort: Erklär's mir

  • Artikel im Layout der gedruckten BZ vom Mi, 06. Juli 2011: PDF-Version herunterladen

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