Umfrage

Was sagen Betroffene, Ärzte und Religionsvertreter zur Debatte um die Organspende?

Savera Kang, Julia Jacob und Michael Baas

Von Savera Kang, Julia Jacob & Michael Baas

Mi, 15. Januar 2020 um 07:57 Uhr

Lörrach

BZ-Plus Automatisch Organspender, wenn man nicht widerspricht? Menschen im Kreis Lörrach, die sich mit dem Thema befassen, halten das für bedenklich – und sehen das Recht auf Selbstbestimmung bedroht.

Morgen stimmt der Bundestag über eine neues Gesetz ab, das regeln soll, wer als Organspender in Frage kommt. Zur Diskussion stehen zwei Entwürfe, die jeweils von Abgeordneten unterschiedlicher Parteien unterstützt werden. Wie stehen Betroffene und weltanschauliche Gemeinschaften zur Widerspruchs- und Zustimmungslösung?
"In meinem engsten familiären Umfeld habe ich hautnah miterlebt, wie großes Leid abgewendet werden konnte durch eine Organtransplantation", berichtet Bärbel Schäfer, Dekanin des evangelischen Kirchenbezirks Markgräflerland. "Letzte Fragen im Blick auf ein Weiterleben nach dem Tode und Fragen der leiblichen Auferstehung" sollen beispielsweise im Seelsorgegespräch Raum finden. So bevorzugt Schäfer den Entwurf der Abgeordnetengruppe um die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft potenzieller Organspender.

Der Entwurf sieht vor, dass Bürger in Ausweisstellen oder direkt per Online-Register ihre Entscheidung für oder gegen eine Organspende hinterlegen und gegebenenfalls ändern können. Damit eine informierte Entscheidung möglich ist, sollen unter anderem Hausärzte ihre Patienten in regelmäßigen Abständen auf das Thema ansprechen und sie beraten.
Gerhard ...

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