Was sollen die angstmachenden Forderungen der Gewerkschaft?

Christoph Schwarz

Von Christoph Schwarz (Freiburg)

Mo, 13. September 2021

Leserbriefe

Zu: "Lockerungen als ‚fahrlässig‘ kritisiert", Agenturbeitrag (Land und Region, 31. August)

Eigentlich bin ich ein Freund und Unterstützer von Gewerkschaften. Allerdings fehlt mir als Vater von zwei Kindern zwischenzeitlich das Verständnis für die Panikmache der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und des Philologen-Verbands. Erneut prophezeit die GEW-Vorsitzende Monika Stein ein Szenario von Schulschließungen. Will sie damit Wahlkampf machen? Will sie Angst und Schrecken verbreiten?

Angst und Panik sind die Feinde der Pädagogik. Damit erreicht die GEW enorme politische und mediale Aufmerksamkeit und rekrutiert vielleicht auch neue Mitglieder, aber sie schafft zugleich eine Atmosphäre von Schulangst, die es wirklich nicht braucht. In einer aufgeheizten Atmosphäre von Angst und mit verunsicherten Lehrerinnen und Lehrern ist Bildung nur schwer möglich. Kinder brauchen Sicherheit und eine vertraute Umgebung, die nicht von Angst und Panik geprägt sind. Dazu zählt auch ein wenig Gelassenheit im Umgang mit der Corona-Pandemie. Inzwischen sind die meisten Erzieherinnen und Erzieher sowie und Lehrerinnen und Lehrer geimpft.

Darum besteht für diese Berufsgruppe eine geringere Gefahr, schwer an Corona zu erkranken, ebenso haben die allermeisten Kinder und Jugendlichen einen milden Verlauf. Darum ist der Panikmodus der GEW und des Philologen-Verbands kontraproduktiv und schafft nur Misstrauen in das Bildungssystem und ruft erneut Schulängste hervor, die es nicht braucht.

Der langsame Schritt der Landesregierung aus der Pandemie hinaus ist richtig und auch notwendig. Denn ein Lernen mit Maske ist gerade für Grundschüler, die Lesen und Schreiben lernen sollen, hemmend und tangiert letztendlich auch die Rechte von Kindern.

Außerdem ist es absurd zu glauben, dass sich die Kinder mit einer Maske vor dem Gesicht weniger anstecken. Denn im Sportunterricht verteilen die Kinder beim Spielen und Toben ihre Aerosole frei in der Luft. Außerdem treffen sich Kinder außerhalb der Schule jeweils auch ohne Maske und Abstand. Was sollen die angstmachenden Forderungen der Gewerkschaft? Lasst uns endlich zum Leben in Freiheit zurückkehren!

In Dänemark wurde die Pandemie für beendet erklärt. Da gibt es keine Maskenpflicht und kein Abstandsgebot an der Schule mehr, sondern da gibt es ein freies Leben. Und genau dies wünsche ich mir auch wieder für meine Kinder zurück!
Christoph Schwarz, Freiburg