Wechsel im Vorstand des Hospizvereins

Werner Schnabl

Von Werner Schnabl

Do, 02. Dezember 2021

Kenzingen

Hecklinger Verein zieht nach eineinhalb Pandemiejahren Bilanz.

. Der Hospiz-Verein Hecklingen lässt schwerkranke und sterbende Menschen mit ihren Angehörigen nicht allein. Laut Satzung werden Menschen in ihrer letzten Lebensphase selbstbestimmt und so gut wie möglich unterstützt. Dies war auch in den vergangenen eineinhalb Jahren der Fall, allerdings war die Arbeit aufgrund vieler Einschränkungen mit enormen Herausforderungen verbunden. Das Einzugsgebiet des Hospizdienstes hat sich auf den Gemeindeverwaltungsverband einschließlich Malterdingen ausgeweitet. In der Jahresversammlung wurde Wilma Mall neu in den Vorstand gewählt.

25 Ehrenamtliche Betreuungskräfte waren mit 18 Sterbebegleitungen betraut. Aktuell sind neun Hospiz- und Palliativpatienten in Betreuung. In der vergüteten Position der Koordinatorin gab es einen Wechsel. Mit der Einstellung von Sarah Seeger wurde eine Angleichung der Gehaltsstruktur analog des Caritasverbandes vorgenommen. Der Vorstand musste abwägen zwischen Weiterentwicklung und Kostenbelastung. Der immense Zeitaufwand hat sich nach den Worten von Marlies Raub gelohnt.

Mit Lothar Kienzler und Frank Janßen legten zwei Vorstandsmitglieder ihre Ämter nieder. Als kompetente Fachkraft ist Wilma Mall in das Gremium gewählt. Die zweite Position bleibt vorerst vakant. Franz Götz wird sich künftig um die Kassengeschäfte kümmern.

Die Aktivitätenliste von Brunhild Kamphues hat sich in 2020 auf lediglich den Neujahrsempfang der Ehrenamtlichen reduziert. Die Sitzungen wurden meist in Form von Zoom-Meetings abgehalten. Eine neue Homepage war Mitte September verfügbar. Wegen des großen Risikos der Ansteckung stellte der Hospizverein die persönlichen Begleitung schwerkranker und sterbenden Menschen vorübergehend ein. Trotz der ernsthaften Lage und widrigen Bedingungen verdienten Edith Kulzer-Schwab und Martina Zirlewagen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben als Koordinatorinnen große Anerkennung.

Derzeit sind Präsenztreffen wieder möglich. Die katholische Kirchengemeinde stellt dafür Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Zugang zu den Pflegeheimen ist immer noch sehr eingeschränkt. Anfragen aus häuslichen Bereichen nehmen zu. 196 Mitglieder gehören dem Verein an. 27 Personen, die entsprechend ausgebildet wurden, üben ehrenamtliche Begleitungen aus.

Selbst die Mitgliederversammlung gestaltete sich als organisatorischer Kraftakt. Im Sankt-Andreas-Saal verloren sich gerade mal fünf Vorstandsmitglieder. Schriftlich gingen 63 Entlastungsvoten ein. Wilma Mall sammelte 66 Stimmen, die als gleichberechtigtes Vorstandsmitglied ausreichten.

Marlies Raub blickte in eine ungewisse Zukunft. Nächstes Jahr wird der Verein 30 Jahre alt. Aufgrund der unklaren Lage zur Corona-Pandemie heißt es vorerst abwarten, bedauerte das Vorstandsmitglied. Als sicher gilt die Ausrichtung einer Ausstellung des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes am Welthospiztag der die Thematik "Leben bis zum Schluss" zum Inhalt hat. Eine intensivere Mitgliederwerbung innerhalb der Gemarkungsgrenzen ist das erklärte Ziel des Vorstandes. Man erhofft sich eine Initialzündung besonders bei jüngeren Bewohnern.