Bis zum Läublinprak

Weil am Rhein wird die Kosten der Tramverlängerung ermitteln

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Sa, 20. April 2019 um 17:00 Uhr

Weil am Rhein

Weil am Rhein gibt die Entwurfsplanung für die Verlängerung der Tram bis zum Läublinpark in Auftrag, um sich damit fürs Agglomerationsprogramm anzumelden.

In einer gemeinsamen Sitzung haben die Mitglieder des Bau- und des Finanzausschusses beschlossen, die Entwurfsplanung für die Verlängerung der Tramlinie 8 bis an den Läublinpark in Auftrag zu geben. Damit sollen vor einer endgültigen Entscheidung die möglichen Kosten für das Projekt ermittelt werden.

Als Vorentscheidung über das millionenschwere Projekt zur Verbesserungen des Nahverkehrs in der Stadt kann die Zustimmung zur Entwurfsplanung nicht gelten. Dafür gibt es nach wie vor viel zu viele Unwägbarkeiten – allem voran mangelt es noch an verbindlichen Zusagen aus der Schweiz, ob man sich denn auch, so wie beim Bau der Tramlinie bis an den Weiler Bahnhof geschehen, an der Finanzierungen des Projektes beteiligen werde.

Kostenplanung ist Voraussetzung für Förderung

Mit Kosten von rund 20 Millionen Euro wird für die Verlängerung bisher gerechnet. Mit den rund 180.000 Euro für die Entwurfsplanung schafft die Stadt allerdings die Voraussetzung dafür, dass das Tramprojekt beim Agglomerationsprogramm angemeldet werden kann.

Eine andere Vorarbeit haben die Stadtwerke, unter deren Regie das Projekt vorangetrieben wird, bereits geleistet: Von Schweizer Seite hatte man angemahnt, dass eine Förderung der Verlängerung nur dann möglich sei, wenn der Kanton und dessen Bürger auch einen Nutzen von der zusätzlichen Infrastruktur hätten.

"Da haben wir die Argumente längst zusammengetragen und unseren Gesprächspartnern zugesandt", skizziert Bürgermeister Rudolf Koger den Stand. Nun warte man auf die Reaktion aus Basel, um zu erfahren, ob die Argumente dort als kräftig genug angesehen werden, oder ob man gegebenenfalls noch nachbessern müsse, um der Schweizer Seite die Beteiligung an dem Projekt schmackhaft zu machen.

Zumindest im Bau- und Finanzausschuss scheint die große Mehrheit der Mitglieder das Projekt zu unterstützen. Für die immer wieder ins Gespräch gebrachte Alternative eines City-Busses habe sich nur ein einziger Stadtrat stark gemacht, ist zu hören.