Schüler machen Kita klimafreundlich

Ina Schulze

Von Ina Schulze

Sa, 15. Februar 2020

Weil am Rhein

AUS DER PARTNERSTADT: Zehntklässler der Trebbiner Goethe-Oberschule setzen sich bei Wettbewerb gegen 29 andere Klassen durch.

WEIL AM RHEIN (BZ). In ihrer Jahresstatistik zu Trebbin hat Ina Schulze jüngst eine schöne Information ausgelassen: Alma und Ina, die ersten Trebbiner Neugeborenen des Jahres 2020, kamen am 2. Januar als Zwillinge zur Welt, wie ihrem neusten Brief zu entnehmen ist, der aber vor allem auf ein beispielhaftes Schülerprojekt eingeht.

Liebe Weilerinnen und Weiler,
beim Neujahrsempfang des Landkreises können jährlich Auszeichnungsvorschläge für den Teltow-Fläming-Preis eingereicht werden. Für 2020 war Klimaschutz als Thema ausgeschrieben. Für uns war es völlig selbstverständlich, dass wir die Schülerinnen und Schüler der jetzigen 10b unserer Goethe-Oberschule zur Auszeichnung vorschlagen. Sie hatten vor zwei Jahren bei der Mission Energiesparen mit ihrem klimafreundlichen Kita-Modell die Jury der Energie Mark Brandenburg GmbH von ihrer Umwelt-Kita überzeugt.

Für diesen Wettbewerb führten 30 Klassen aus 19 Schulen einen Zuhause- und Kommunen-Check durch. Den Trebbiner Schülerinnen und Schülern gelang es, in die Runde der besten sechs Teams zu kommen, weil sie sich mit großem Engagement auf die Suche nach Energiefressern gemacht hatten. Sie deckten die Verschwendung von Strom und Wärme in öffentlichen Objekten auf und halfen damit der Stadt Trebbin, dagegen vorzugehen. In der Schlussrunde entwickelten sie dann das Modell einer Umwelt-Kita, die wenig Energie benötigt und klimafreundlich ist, und errangen damit den Sieg.

Die Trebbiner Schüler hatten sich dazu die Kita "Sonnenblume" in Trebbin vorgenommen und versucht, sie mit energiesparenden Maßnahmen nachzubauen. Dabei griffen sie auf erneuerbare Energien aus der Nachbarschaft zurück, wie etwa die Windenergie aus dem Windpark Lüdersdorf oder die Wärme aus der Biogasanlage von Klein Schulzendorf. Aber auch ein Nutzgarten und Solarmodule auf dem Dach gehörten zum Modell.

Etwas schüchtern und ungläubig war es war dann doch eine große Freude, als die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrerin und dem Schulleiter aufgerufen wurden, um einen der drei Teltow-Fläming-Preis in Empfang zu nehmen. Diese Ehrung ist nicht nur ein Aushängeschild für die Schule, es ist auch eine Ehrung für die Stadt, denn all unsere Bemühungen klimafreundlicher zu werden, werden damit bekräftigt. Und so verbleibe ich bis zum nächsten Mal, Ihre