Tonio Paßlick leitet nun die Ambulante Hospizgruppe

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 09. April 2019

Weil am Rhein

Würdigungen für Christa Häfner und Theo Fräulin, die sich über ein Jahrzehnt um die Begleitung von Sterbenden und Trauenden verdient gemacht haben.

WEIL AM RHEIN/BINZEN. Mit Lob überschüttet wurden die Vorsitzende der Ambulanten Hospiz-Gruppe Grenzach-Wyhlen, Dr. Christa Häfner, und der Kassierer Theo Fräulin bei ihrer Verabschiedung im Rahmen der Mitgliederversammlung der kreisweit tätigen Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen Ende März. Beide Galionsfiguren der Hospizgruppe haben ein Jahrzehnt des großen Vereins geprägt. Und beide wohnen in Binzen.

In den 27 Jahren ihres Bestehens hatte die Ambulante Hospizgruppe, die sich um Menschen in den drei großen Kreisstädten Lörrach, Rheinfelden und Weil am Rhein sowie den umliegenden Gemeinden kümmert, erst zwei Vorsitzende. Nach der Initiatorin und Gründerin Christel Friedrich aus Grenzach-Wyhlen folgte 2008 die Internistin mit Palliativ-Ausbildung Christa Häfner, die bereits seit 1994 ehrenamtliche Mitarbeiterin und seit 1996 im Vorstand tätig war. Beide prägten das immense Wirken der Regionalgruppe nachhaltig, betonte Tonio Paßlick, der in der selben Versammlung nun zu ihrem Nachfolger gewählt wurde, in seiner Dankesrede.

Christa Häfner bleibt weiterhin aktive Sterbe- und Trauerbegleiterin und aktiv in die ambulante Palliativ-Versorgung eingebunden. Als "ideale Vorsitzende" bezeichnete Paßlick sie und lobte ihre ruhige, klare, transparente und zugleich empathische Führung des Vereins, ein Segen für die Hospizgruppe. Theo Fräulin war nicht nur als ausgewiesener Finanz-Fachmann bei der Volksbank Dreiländereck oder als Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft Lörrach ein Glücksfall, sondern auch durch seinen Humor und seine verbindliche Art.

248 Mitglieder und 25 aktive Begleiterinnen und Begleiter für Sterbende und Trauernde dokumentieren die Bedeutung der Gruppe, die im vergangenen Jahr auch mit der Charta-Diskussion für die Palliativ-Versorgung im Landkreis Lörrach gemeinsam mit den inzwischen gewachsenen Ambulanten Hospizgruppen in Schopfheim und Kandern öffentlich aktiv geworden war.

Im Februar gründete sich mit Hilfe von Christa Häfner ein ambulantes SAPV-Team (Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung) für den Landkreis. Deren Motor Mario Steffens, ein Allgemeinmediziner aus Weil am Rhein-Friedlingen, berichtete in bewegenden Worten von dem ausgeprägten Bedarf an Palliativ-Versorgung im Landkreis, gerade in den ländlicheren Gebieten. Der Kassenbericht von Theo Fräulin zeigte, dass der Verein zunehmend von privaten und institutionellen Spendern bedacht wird. Finanzielle Unterstützungen sind eine wichtige Voraussetzung für die Reichweite der aktiven ehrenamtlichen Helfer, die alle eine fundierte Ausbildung genossen haben. Denn die Einsätze selber werden finanziell von den Krankenkassen honoriert, die Ausbildung, Supervision und regelmäßige Weiterbildung muss aber von Spenden getragen werden.

Der Kern des Vorstandes wurde dabei neu gewählt. Neuer Vorsitzender wurde Tonio Paßlick aus Weil am Rhein, den zweiten Vorsitz übernimmt Wolfgang Gottschalk aus Lörrach, Kassierer wurden Hans Hartl und Schriftführerin Gabi Leber-Rusch, beide aus Weil am Rhein. Beisitzer sind Regina Korsch (Rheinfelden), Waltraut Bernhardt (Grenzach-Wyhlen) und Irene Paßlick (Weil am Rhein).