Juristischer Dienstleister

Weil am Rhein bekommt im kommenden Jahr eine Notarstelle

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Mi, 18. November 2020 um 06:01 Uhr

Weil am Rhein

Erster Vorstoß beim Ministerium war 2005. Nun zeitigt es Erfolg. Die Fallzahlen belegen den Bedarf. Zu Beginn des neuen Jahres soll eine Stelle ausgeschrieben werden.

Weil am Rhein wird nächstes Jahr Standort einer neugeschaffenen Notarstelle. Justizminister Guido Wolf und sein Ministerium entsprechen damit dem langgehegten Wunsch der Stadt. Erstmals hatte sich Oberbürgermeister Wolfgang Dietz im Jahr 2005 gegenüber der Justizverwaltung dafür ausgesprochen, der Stadt eine Notarstelle zuzuweisen. Mehr als 70 Unternehmen aus der Stadt, aus dem Immobiliensektor, der Anwaltschaft und den Wirtschaftsakteuren unterstützten damals das Ansinnen. Es zielt darauf ab, die Wege zu den Dienstleistungen eines Notars für die Bürger sowie für die Wirtschaft zu verkürzen.

Stelle wird ausgeschrieben

Die neue Stelle wird wohl zu Beginn des neuen Jahres ausgeschrieben. Ob und wann die Besetzung erfolgt, hänge von geeigneten Bewerbern ab, so die Mitteilung. Ausschlaggebend für die Entscheidung war eine Überprüfung der Zahl der 2018 und 2019 angefallenen notariellen Beurkundungen und Beratungen in Weil am Rhein und seiner Umgebung. Dabei habe sich gezeigt, dass neben den bestehenden vier Notarstellen in Lörrach "eine weitere Notarstelle zur hauptberuflichen Amtsausübung im Amtsgerichtsbezirk Lörrach" möglich und sinnvoll ist, so das Ministerium.

Infrastruktur in Oberzentrum

Vergangenen Herbst hatte sich OB Dietz erneut in der Sache an Justizminister Guido Wolf gewandt. Dabei wurde besonders die dynamische Einwohner- und Wirtschaftsentwicklung ins Feld geführt, ebenso die gute Erreichbarkeit der Stadt Weil für das Umland. Dietz begrüßte nun die Entscheidung des Justizministeriums. Sie sei "ein wichtiger Beitrag für die Infrastruktur im Oberzentrum und wird bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu einer Erleichterung des Kontakts mit dem Notariatswesen führen." Er bedankt sich bei allen Akteuren, so auch bei den beiden örtlichen Abgeordneten Rainer Stickelberger und Josha Frey, die das Weiler Anliegen gegenüber dem Justizministerium unterstützt hatten.