Fragen und Antworten

Wie günstig werden die Wohnungen in Freiburg-Dietenbach?

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Sa, 01. April 2017 um 12:07 Uhr

Freiburg

Die Stadtverwaltung will mit dem neuen Stadtteil die Wohnungsnot lindern. 2020 könnten die ersten Bagger rollen. Eine Übersicht über die wichtigsten Fragen – und die Antworten darauf.

Die Nachfrage nach Wohnungen in Freiburg ist ungebrochen, die Preise steigen weiter – das zeigen neue Untersuchungen. Das 164 Hektar große Gebiet zwischen Zubringer-Mitte und Stadtteil Rieselfeld, Besançonallee und Mundenhof soll den neuen Stadtteil Dietenbach bilden.

Nach ersten Planungen bleibt eine Brutto-Baufläche von 107 Hektar übrig. Wohnhäuser werden auf netto 59 Hektar stehen, der Rest ist vorgesehen für Flächen für Verkehr, Einkaufen, Bildung, Sport und Grünes. Der Stadtteil soll rund 613 Millionen Euro kosten. Eine große Gemeinderatsmehrheit und die Stadtverwaltung wollen mit Dietenbach den Druck aus dem Markt nehmen und die Wohnungsnot lindern. Doch es gibt auch laute Gegenstimmen.

Warum braucht Freiburg überhaupt einen neuen Stadtteil?
Freiburg wächst weiter und immer weiter – 2030 wird die Stadt laut Prognosen 245000 Einwohner haben. Das sind 20 000 mehr als heute. Allerdings: Die Prognose ist vier Jahre alt, der Zuwachs in den vergangenen drei Jahren lag jeweils deutlich über der Vorhersage.

Das Forschungsinstitut Empirica hat 2014 einen Bedarf von zusätzlichen 14 600 Wohnungen bis 2030 berechnet – dabei fehlen allerdings noch Wohnungen für die mehr als 3000 Flüchtlinge, die nach Freiburg gekommen sind und vermutlich bleiben werden. Das heißt: Die Zahl erhöht sich auf mehr als 15 300 Wohnungen. Laut Mitteilung aus dem Rathaus besteht noch ein "Vorrat" von 5400 Wohnungen, für die Baurecht geschaffen werden könnte. Gemeinderat und Verwaltung haben über das Handlungsprogramm Wohnen in einer ersten Tranche noch fünf Flächen mit insgesamt 21 Hektar ausfindig gemacht, auf denen zusammen 1500 Wohneinheiten entstehen könnten. Allerdings gibt es gegen diese Flächen Widerstand.

Auch wenn alles optimal läuft, fehlen unterm Strich trotz des geplanten neuen Stadtteils noch 2900 Wohneinheiten. Wenn die Nachfrage weiter so deutlich das Angebot übersteigt, werden Mieten und Kaufpreise weiter steigen und Niedrig- und Normalverdiener immer mehr aus der Stadt ins Umland verdrängt. Dabei hat die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben das Ziel, den Wegzug von Familien, die ein wesentlicher Bestandteil einer städtischen Gesellschaft sind, einzudämmen.

Könnte man die zusätzlichen Wohneinheiten nicht im Umland schaffen?
"Baut man keinen neuen ...

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