Konzert

Wie war’s beim… ersten Festivaltag des Reboot Open Airs am Donnerstag in Freiburg?

Anika Maldacker

Von Anika Maldacker

Fr, 25. September 2020 um 18:11 Uhr

Freiburg

Regen, Technikausfall, aber gute Laune: Der erste Festivaltag des Freiburger Open-Airs Reboot zeigte, was trotz Regens und dem Coronavirus möglich ist. Nach einem Unfall ist aber unklar, ob es weitergeht.

Trotz Regens hat am Donnerstagabend das Open-Air-Festival Reboot auf dem Freiburger Messegelände begonnen. Von 500 Plätzen waren 270 belegt. Wegen des starken Regens musste das Festival am Donnerstag kurzzeitig unterbrochen – und die Fortsetzung am Freitag sogar abgesagt werden. Ob es am Samstag stattfindet, ist unklar.

Der erste Eindruck
Das hat man den Festivalmachern vom Freiburger Verein Multicore nicht gewünscht: Ein regnerischer Auftakt ihres Open-Air-Festivals Reboot, mit dem sie, wie der Name andeutet, den Neustart der Kulturszene animieren wollten. Denn das dreitägige Festival wurde mit rund 50 Ehrenamtlichen und vier Hauptorganisatoren auf die Beine gestellt.

Die Location
Wo vor rund einem Jahr Iron Maiden vor 35.000 Fans auf einer riesigen Bühne spielte, hat Multicore nun Platz für rund 500 Zuschauer vor einer kleineren Bühne geschaffen. Die Plätze sind aber nicht mal zur Hälfte belegt. "273 Tickets wurden für den Donnerstagabend verkauft", sagt Markus Schillberg vom Verein Multicore. Das Messegelände ist in kleine Blöcke unterteilt. Für jeden Block kann man online Tickets buchen. Die Kneipen Eimer, Atlantik, Räng Teng Teng und Flamingo übernehmen blockweise den Service. Paletten trennen die Sitzgruppen, so ist der Abstand gewährleistet.

Die Musik
Für die drei geplanten Veranstaltungstage sind 18 Bands angekündigt, die meisten aus Freiburg. Aber auch überregional bekannte Künstler wie Götz Widmann und Ton Steine Scherben stehen im Line-Up. Rund 80 Bands hatten sich beworben. Zum Auftakt spielen vier Bands. Die Freiburger Band Lola Funkt legt nach der Eröffnung mit Oberbürgermeister Martin Horn los. Beim dritten Auftritt von Malaka Hostel tanzt das Publikum im Nieselregen. Am Ende macht Liedermacher Götz Widmann singend Mut: "In unseren Herzen ist tierisch schönes Wetter." Das Publikum lässt sich das nicht zweimal sagen. Denn trotz Kälte und Regen wird getanzt und gefeiert – mit Abstand natürlich.

Der Aussetzer
Die Freiburger Punkrock-Band Bärlauch Buben, spielt seit seit wenigen Minuten, als ein heftiger Regenschauer einsetzt. Die Bühne wird nass, das Konzert sowie der Livestream auf #inFreiburgzuhause für mehrere Minuten unterbrochen. Doch dann trällern die Buben weiter.

Der Anlass
Die Nummer 20 brennt vor der Bühne: Der Freiburger Verein Multicore, der sich der Förderung lokaler Bands verschrieben hat, feiert in diesem Jahr 20. Geburtstag. Das Reboot findet auch aus diesem Grund statt – und auch, um zu beweisen, dass man auch zur Corona-Pandemie nicht auf Livemusik und Festivals verzichten muss.

Das Fazit
Ein wenig scheinen die Festivalplaner vom Pech verfolgt: Erst das schlechte Wetter am Donnerstag, dann der Unfall beim Klimastreik, bei dem ein Zelt umgeweht und zwei Personen verletzt wurden. Daraufhin die Absage des Festival-Freitags. Ob die Konzerte am Samstag stattfinden, ist unklar. Nichtsdestotrotz lieferte Multicore mit dem Hygienekonzept ein gutes Beispiel, wie Open-Airs zur Corona-Pandemie stattfinden können.

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