Elsass und Südbaden

Das Maisland entlang des Rheins

Bärbel Nückles und Jörg Buteweg (Stichwörter)

Von Bärbel Nückles und Jörg Buteweg (Stichwörter)

Di, 11. August 2009 um 02:54 Uhr

Wirtschaft

Für die einen ist er ein Multitalent, für die anderen ein ökologischer Sündenfall: Mais. Südbaden und das Elsass sind Maisland. Damit liefert die Region den Grundstoff für eine ganze Industrie.

Wer hätte gedacht, dass unsere Zahnpasta Mais enthält? Sorbit aus Maisstärke süßt nicht nur Zahncreme, sondern auch kalorienarme Getränke. Mais bindet Kaugummi und Kekse. Er steckt in Wattestäbchen und im Zement. Jenseits der deutschen Grenze wird aus Mais Bier gebraut. Weil das wichtigste Getreide der Welt robuster als andere Kulturpflanzen ist und hohe Erträge bringt, hat sich der ursprünglich aus Mexiko stammende gelbe Kolben weltweit den Spitzenplatz unter den Getreidekulturen erobert.

Auch auf beiden Seiten des Oberrheins dominiert der Mais die Kulturflächen. Gemeinsam betrachtet, bieten das Elsass und Baden alle Sparten der Maisweiterverarbeitung. Auf 50 000 Hektar steht badischer Mais. Das entspricht der Größe von 68 000 Fußballfeldern. Auf elsässischer Seite ist die Fläche dreimal so groß, auf der die ein bis drei Meter hohen kräftigen Pflanzen wachsen.

Das Elsass setzt auf Stärke
In jeder der beiden Regionen haben sich ganz unterschiedliche Schwerpunkte herausgebildet, wenn es darum geht, Mais weiterzuverarbeiten. Der badische Mais findet vor Ort nur wenige Möglichkeiten zur Verarbeitung – in wenigen Mühlen und zu Viehfutter im Kraftfutterwerk im Rheinhafen Kehl. Im Elsass dagegen hat sich eine ausdifferenzierte Weiterverarbeitung des Getreides für die Lebensmittelindustrie ...

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