Energieversorgung Europas

Die Türkei wird zur Energiedrehscheibe

Christian Mihatsch

Von Christian Mihatsch

Di, 24. März 2015 um 00:00 Uhr

Wirtschaft

Im Poker um die Energieversorgung Europas mit Erdgas in den kommenden Jahrzehnten ist das Land in einer sehr komfortablen Lage. Sehr zum Leidwesen von Russland.

Die Energieversorgung ist keine rein wirtschaftliche Angelegenheit. Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigt, dass Energierohstoffe auch als Druckmittel eingesetzt werden. In der vergangenen Woche sind einige Entscheidungen gefallen, die Europa unabhängiger machen könnten von russischem Erdgas.

Die Verteilung der europäischen Gasimporte auf mehrere Bezugsquellen ist vergangene Woche ein Stück vorangekommen: In der Türkei begann der Bau der Trans-Anatolien-Pipeline Tanap (in der Karte grün eingezeichnet). Diese Röhre beginnt an der türkisch-georgischen Grenze und transportiert Gas aus Aserbaidschan in den Westen der Türkei (siehe Karte). Die 1850 Kilometer lange Pipeline soll 2018 fertig sein und rund zehn Milliarden Dollar kosten (umgerechnet fast zehn Milliarden Euro). Von 2019 an können dann jährlich 16 Milliarden Kubikmeter Gas westwärts fließen. Davon soll die Türkei sechs Milliarden Kubikmeter bekommen, die EU zehn Milliarden.

Die EU übernimmt ihren Anteil an der türkisch-griechischen Grenze und ...

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