Schwäbisch Hall

Enttäuschung im Schlaraffenland

Bernhard Honnigfort

Von Bernhard Honnigfort

Mo, 26. August 2013

Wirtschaft

Nach einem Artikel über Schwäbisch Hall bewarben sich 15 000 Jobsuchende – doch Arbeit gab es nur für wenige Portugiesen.

Isabell Maria do Espirito Santo ist geblieben, obwohl man sie nicht wollte: "Wenn Sie aus Portugal kommen, gehen Sie bitte zurück nach Hause. Wir haben leider keinen Job für Sie", stand auf einem Zettel, den man ihr im Rathaus von Schwäbisch Hall in die Hand gedrückt hatte. Aber die junge Frau dachte gar nicht daran. Sie hatte in Portugal ihre Wohnung aufgelöst, Möbel an Freunde und Nachbarn verschenkt, einen Flieger nach Stuttgart gebucht, war losgeflogen. Es war nichts mehr da, wohin sie hätte zurückkehren können. "Was sollte ich denn machen?", sagt sie heute. Sie blieb, fand irgendwann doch Arbeit in einer Spedition.

Auch Luis Simones Lopes Dias ist geblieben. Der 50-Jährige brach vor anderthalb Jahren in Portugal seine Zelte ab und zog nach Schwäbisch Hall. Er fand einen Job als Fernfahrer. Kürzlich zog sein Sohn (20) in den Norden nach.

Schwäbisch Hall, 37 000 ...

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