Modellprojekt in Rottenburg

Wo das halbe Dorf in der Alten-Wohngemeinschaft mithilft

Christine Keck

Von Christine Keck

Fr, 06. März 2020 um 17:13 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Klassische Altersheime schrecken oft ab. In der Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige in Rottenburg ist viel Selbstbestimmung möglich – ohne die vielen Helfer im Ort ginge das aber nicht.

Der Weg zurück in sein altes Leben ist kurz. Fidel Langheinz, Cordmütze, kariertes Hemd, stemmt sich mit dem Rollator gegen die Haustür und drückt sich hinaus in den Sonnenschein des Januars. "Ich laufe jeden Tag, ich muss raus", sagt der 90-Jährige und vergisst vor lauter Lachen fast sein Ziel. Beide Hände an den Griffen steuert er auf seine Vergangenheit zu, 300 Meter mit Verschnaufpausen, immer den Gehweg entlang Richtung Kirchturm. So macht er es seit fünf Jahren, jeden Nachmittag – wenn das Wetter nicht zu garstig ist und die künstlichen Kniegelenke es erlauben.

Es ist das Heimweh, das ihn lotst, bis vor ein stattliches gelbes Haus mit ordentlich gestutztem Fassadenefeu und einem Scheunentor. "Im Anbau war der Laden, ich war Schuhmacher", erzählt Fidel Langheinz, und dass er – wie sein Vater auch – als Mesmer in der ...

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