Feuer im Mittelweg

Wohnungsbrand in Umkirch verursacht rund 200.000 Euro Schaden

Manfred Frietsch

Von Manfred Frietsch

Mi, 08. Mai 2019 um 17:05 Uhr

Umkirch

Noch offen ist das Ausmaß des Schadens, den am Dienstagabend ein Wohnungsbrand in einem Wohnblock in Umkirch anrichtete. Die 51-jährige Bewohnerin ist verletzt.

In dem Gebäude gab es auch einen größeren Wasserschaden. Offenbar war schon vor Ausbruch des Feuers in der später ausgebrannten Wohnung Wasser ausgelaufen. Bei dem Brand wurde die 51-jährige Bewohnerin verletzt. Laut Polizei und Feuerwehr sprang sie bei Ankunft der Rettungskräfte aus einem Fenster der brennenden Wohnung im vierten Stock und landete in einer Hecke, die den Sturz so abfing, dass die Frau mit leichten Blessuren davonkam. Sie kam in eine Klinik.

Der Brand in dem vierstöckigen Wohnblock im Mittelweg war gegen 20.40 Uhr der Feuerwehr gemeldet worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Umkirch stand das oberste Stockwerk schon fast im Vollbrand, eine Rauchsäule war weithin sichtbar. Zwei Atemschutztrupps konnten über das Treppenhaus die brennende Wohnung erreichen und die Löscharbeiten starten, wobei zunächst Wasser aus einem Löschfahrzeug gepumpt wurde. Zusätzlich wurde eine Wasserversorgung über einen Hydranten aufgebaut.

Die Bewohner der übrigen Wohnungen und des benachbarten Wohnblocks wurden evakuiert, soweit sie nicht schon selbst ihre Wohnungen verlassen hatten. Auch die Bötzinger Drehleiter kam zum Einsatz. Mit ihr konnte die Gebäudefassade auf versteckte Glutnester untersucht werden, insbesondere im Dämmmaterial von Dach und Mauern des Flachdachgebäudes.

Insgesamt 100 Kräfte im Einsatz

Zusätzlich wurde eine Drohne eingesetzt. Die eigentlichen Löscharbeiten waren gegen 21.30 Uhr beendet. Der vom stellvertretenden Umkircher Kommandanten Florian Müllerschön geleitete Einsatz wurde von der Führungsgruppe Kaiserstuhl und dem Kreisbrandmeister unterstützt. Außer rund 60 Feuerwehrleuten waren mehr als 20 Helfer und Sanitäter, Notärzte des Rettungsdienstes sowie Technisches Hilfswerk und Polizei im Einsatz, insgesamt rund 100 Kräfte.

Die direkt unter dem Dach liegende Wohnung wurde durch den Brand komplett verwüstet. Auch die darunter liegende Wohnung wurde geschädigt, da in sie Wasser eindrang. Die betroffenen Bewohner kamen in der Nacht bei Angehörigen unter. Nach Angaben der Hausverwaltung sollen schon eine Stunde vor Brandausbruch Bewohner des Hauses gemeldet haben, dass Wasser durchs Treppenhaus laufe und durch Decken tropfe, das aus der später brennenden Wohnung kam. Die Polizei hat die Wohnung noch in der Brandnacht versiegelt und den Zugang durch eine Holzplatte abgesperrt. Der genaue Brandhergang wird noch ermittelt.

Brandschaden rund 200.000 Euro

Bürgermeister Walter Laub kam ebenfalls zu dem Einsatz, dem er einen professionellen Ablauf bescheinigte. Nachdem die Feuerwehr überall kontrolliert hatte, auch ob die Stromleitungen intakt sind, konnte ein Großteil der Wohnungen noch am späten Abend wieder bezogen werden. Etwa zehn Bewohner des Gebäudeteils, in dem der Brand ausgebrochen war, wurden im DRK-Gruppenraum betreut. Nach Mitternacht konnten auch sie in ihre Wohnungen zurückkehren.

Den Brandschaden schätzt die Polizei derzeit auf rund 200.000 Euro. Unklar ist noch das Ausmaß des Schadens insbesondere im Dachbereich, aber auch durch das ausgetretene Wasser.

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