Würth steigert Umsatz stark

dpa, bas

Von dpa & Barbara Schmidt

Do, 12. Mai 2022

Wirtschaft

Lage in Schopfheim stabil.

(dpa/bas). Der für Schrauben und Dübel bekannte Handelskonzern Würth hat in den ersten vier Monaten des Jahres ein starkes Umsatzwachstum erzielt. Wegen der wirtschaftlichen und weltpolitischen Lage verzichtet das Unternehmen aber auf eine Prognose für das Jahr.

2021 erzielte Würth unter dem Strich einen Nettogewinn von 965 Millionen Euro nach 604 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Mittwoch in Schwäbisch-Hall bekannt gab. Umsatz und Betriebsergebnis erreichten mit rund 17,1 Milliarden und 1,3 Milliarden Euro Rekordwerte. Auch das Tochterunternehmen Würth Elektronik, das in Schopfheim einen Standort mit aktuell 414 Mitarbeitern und 18 Auszubildenden hat, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück, wie es auf BZ-Anfrage hieß. Der Leiterplattenspezialist hatte 2020 Arbeitsplätze abgebaut. Ein weiterer Stellenabbau in Schopfheim sei nicht geplant, teilte die Pressestelle mit.

Die gesamte Unternehmensgruppe mit 83 183 Beschäftigten hat ihren Umsatz von Januar bis April 2022 nach eigenen Angaben um 18,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Das Betriebsergebnis stieg um 11 Prozent. Würth-Chef Robert Friedmann sagte, man gehe intern davon aus, ein zweistelliges Umsatzwachstum erzielen zu können. Die aktuellen Preissteigerungen hätten jedoch erheblichen Einfluss. "Unsere ganzen Bemühungen gehen dahin, diese gestiegenen Preise auf der Einkaufsseite an unsere Kunden weiterzugeben", so Friedmann. Das gelänge bisher unzureichend, davon hänge ab, "wie hoch unser Ergebnis am Ende des Jahres sein wird". Das wegen des Kriegs stillgelegte Russland-Geschäft reißt nur ein kleines Loch: 2021 machte es laut Finanzchef Joachim Kaltmaier 0,4 Prozent des Umsatzes aus.