"Zu spät für Aufrüstung"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 22. Januar 2021

Lörrach

Schulbauten: SPD besteht auf Kostenobergrenze von 13 Millionen.

(BZ). "Neben dem schon laufenden Ausbau der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule müssen in den nächsten Jahren weitere wichtige Schulbauprojekte verwirklicht werden", schreibt die Lörracher SPD-Gemeinderatsfraktion in einer Mitteilung. Sie stimme daher "mit voller Überzeugung" für den im Haushalt festgelegten Investitionsschwerpunkt für Schulen und Kindergärten.

Die Grundsanierung der Fridolinschule etwa sei ein erfreuliches Beispiel. Mit dem Aus- und Umbau für insgesamt knapp 13 Millionen Euro erfüllten sich demnach zwar nicht alle Wünsche, ermöglichen laut der Fraktion jedoch Spielraum für weitere Schulbauten, die nach Ansicht der Sozialdemokraten notwendig sind.

"Wer jetzt noch die Aufrüstung des Hallenneubaus für Veranstaltungszwecke fordert, kommt damit deutlich zu spät und verzögert den Projektbeginn", kommentieren sie. Zudem gebe es bereits zwei Veranstaltungsräume: in Stetten den katholischen Gemeindesaal St. Fridolin und die Neumatthalle. Die Fraktion stehe daher hinter der Kostenobergrenze von 13 Millionen Euro "mit allen Konsequenzen", heißt es weiter.

Eine Konsequenz könne sein, dass Ganztagsschüler an die Neumattschule – die ebenfalls zu ertüchtigen sei – ausweichen müssen. Durch einen gemeinsamen Antrag mit der CDU habe man bereits die in Angriff genommene Erweiterung des Hans-Thoma-Gynasiums erreicht, mit der die Entlastung des Campus "schnellstmöglich" gelingen solle.

Das Land müsse seinen Anteil an den Kosten dieser Schulbauten "dringend erhöhen" – auch, weil an allen Schulen Kosten für die Digitalisierung anfallen. So müsse die Hellbergschule auf ihre Sanierung und ihren Ausbau noch warten, das sei ein Wermutstropfen. Die SPD wünsche sich jedoch, dass die dafür notwendigen Planungen schon beginnen mögen. "Die Investitionen in die Schulen sind nicht nur ein wichtiger Fortschritt für die Bildungsstadt Lörrach, sondern auch notwendige Aufträge für die unter Corona leidende Wirtschaft", heißt es in der Mitteilung.