Zu wenig Platz für Spatzen

dpa

Von dpa

Sa, 21. März 2020

Panorama

Bestände sinken bundesweit.

HILPOLTSTEIN (dpa). Der Haussperling findet zu wenig Nistplätze an Gebäuden und Hecken. Darauf machten Vogelschützer am Weltspatzentag am Freitag aufmerksam, den die indische Organisation "Nature Forever Society" 2010 ins Leben gerufen hat. "In vielen Bundesländern sind seit den 1990er Jahren Rückgänge des Bestandes von 10 bis mehr als 60 Prozent dokumentiert", sagte Corinna Lieberth vom bayerischen Landesbund für Vogelschutz in Hilpoltstein. "Das ist ein massiver Bestandseinbruch." In München zeige sich das besonders deutlich. Dort gebe es nur noch einzelne Populationen, die soweit voneinander entfernt lebten, dass sie sich nicht mehr untereinander austauschten. Seit einigen Jahren steht der Spatz deshalb in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Darauf kommen Arten, die in den nächsten zehn Jahren gefährdet sein könnten. Problematisch ist nach Angaben von Lieberth vor allem, wenn Gebäude saniert werden und die Spatzen danach dort nicht mehr nisten können.