Internierungslager Gurs

Zum Gedenken an die Deportation vor 80 Jahren gibt es eine Reihe von Veranstaltungen in Freiburg

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 18. Oktober 2020 um 18:16 Uhr

Freiburg

Zum 80. Jahrestag der Deportation Freiburger Juden in das südfranzösische Internierungslager Gurs am 22. Oktober 1940 sind mehrere Gedenkveranstaltungen geplant.

Die Israelitische Gemeinde gedenkt des Geschehens unter anderem mit einer Führung über den Alten jüdischen Friedhof an der Elsässer Straße mit Felix Rottberger am Dienstag, 20. Oktober, 16.30 Uhr. Ab 19 Uhr berichtet im Jüdischen Gemeindezentrum, Nussmannstraße 14, Gaby Spronz über die Geschichte der Familie Spronz. Am Donnerstag, 22. Oktober, 14 Uhr, führt Bernd Serger im Hinblick auf "Jüdische Geschäftsleute, die mit ihren Familien nach Gurs deportiert wurden" durch Freiburg (Start am Synagogenbrunnen). Ebenfalls am Donnerstag folgt ab 16.30 Uhr eine Gedenkfeier am Platz der Alten Synagoge mit Reden von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Freiburg, der Israelitischen Gemeinde und der Egalitären Jüdischen Chawurah Gescher Gemeinde. Bei einem Konzert ab 19 Uhr im Jüdischen Gemeindezentrum wird Musik jüdischer Komponisten und Komponistinnen aus dem Berlin vor 1933 und von heute vorgetragen. Teilnahme jeweils kostenlos, Spenden erwünscht. Anmeldung ist nötig unter info@jg-fr.de.

Der Gedenkstättenverbund südlicher Oberrhein lädt für Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr, zum Vortrag "Die öffentliche Deportation nach Gurs vor 80 Jahren. Bild- und Filmdokumente" in das Bürgerhaus am Seepark Freiburg, Gerhardt-Hauptmann-Straße 1, ein. Es spricht Christoph Kreutzmüller, Historiker an der Gedenk- und Bildungsstätte "Haus der Wannseekonferenz Berlin". Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Colloqium Politicum der Uni statt. Eintritt frei, Anmeldung unter Angabe der Kontaktdaten ist erforderlich: info@gedenkstaetten-suedlicher-oberrhein.de.

Der "Förderverein Mahnmal – zur Erinnerung an die nach Gurs deportierten Jüdinnen und Juden Badens" ruft zudem dazu auf, im Lauf des Donnerstags zum stillen Gedenken an den Gedenkbrunnen zu kommen und als Zeichen der Solidarität am Brunnenrand eine Rose abzulegen.