Ausnahme in Südbaden

Zum Schulstart sind in Freiburg alle Lehrerstellen besetzt

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Fr, 11. September 2020 um 18:09 Uhr

Freiburg

Pensionäre treten in Freiburg ebenso zum Schuldienst an wie Quereinsteiger und befristet Beschäftigte. In den öffentlichen Schulen gibt es zum Start ins neue Schuljahr so keine offenen Stellen mehr.

In den öffentlichen Schulen der Stadt Freiburg wird kein Lehrerpult leer bleiben, wenn am Montag das neue Schuljahr beginnt. Wie das Regierungspräsidium Freiburg meldet, bildet der Stadtkreis damit eine der Ausnahmen in Südbaden, wo insgesamt noch 112 Stellen an den Schulen vakant sind, vor allem auf dem Land.

Die Stadt Freiburg ist traditionell mit am besten versorgt, weil viele Pädagoginnen und Pädagogen nach Abschluss ihres Studiums bleiben wollen und lieber als Krankheitsvertretungen arbeiten, als in den Hotzenwald oder auf die Baar zu ziehen.

Pensionäre wurden in den Schuldienst zurück geholt

Doch selbst in der Stadt macht sich der Lehrermangel bemerkbar. Um das Defizit zu kompensieren, hat die Schulverwaltung nach Angaben des Regierungspräsidiums befristete Verträge mit vier eigentlich schon pensionierten Lehrkräften und neun "Nichterfüllern" geschlossen – so werden auf Amtsdeutsch Quereinsteiger genannt, die nicht der amtlichen Anforderung entsprechen und zum Beispiel Mathematik studiert haben, aber nicht auf Lehramt. Insgesamt erhielten 31 Freiburger Lehrkräfte einen Jahresvertrag.

35 Lehrerinnen und Lehrer an Freiburger Schulen wurden zum Schuljahr 2020/21 unbefristet neu eingestellt, mehr als die Hälfte davon an beruflichen Schulen und acht an Grundschulen.

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