Großfahndung

Zwei mutmaßliche Einbrecher bei Bad Säckingen aus dem Rhein gefischt

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 16. November 2019 um 15:17 Uhr

Bad Säckingen

Drei mutmaßliche Einbrecher waren vor der Kantonspolizei Aargau geflohen und in Höhe Stein/Bad Säckingen in den Rhein gesprungen. Zwei wurden gerettet. Einer bleibt vermisst.

In einer groß angelegten Aktion haben die Schweizer Polizei und Grenzwache am Freitagabend im ganzen Kanton gezielt nach Einbrechern gefahndet. 13 Personen wurden teilweise auf der Flucht festgenommen. Zwei mutmaßliche Einbrecher, zwei 18-Jährige ohne Wohnsitz in der Schweiz, die auf der Flucht vor der Polizei ins Wasser gesprungen waren, wurden gegen 22.30 Uhr auf der Höhe von Stein/ Bad Säckingen aus dem Rhein gefischt. Von einem dritten Rheinspringer fehlte bislang jede Spur.

Die Verdächtigen flüchten

Die drei Flüchtigen hatten nach einer Mitteilung der Kantonspolizei Aargau einen Großeinsatz ausgelöst, an dem auf dem Rheinabschnitt zwischen Bad Säckingen und Schwörstadt neben der Polizei auch Rettungskräfte der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks, des Roten Kreuzes und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft beteiligt waren. Gegen 21.45 Uhr wollte eine Patrouille der Regionalpolizei Oberes Fricktal auf der Hauptstraße in Frick einen BMW mit deutschem Kennzeichen anhalten. Der Lenker missachtete das Haltezeichen und flüchtete. Die Polizei löste sofort eine Fahndung aus und zog den Polizeihelikopter und Hundeführer hinzu. Wenig später durchbrach der Wagen in Münchwilen eine Straßensperre der Grenzwache und setzte die Flucht in Richtung Stein fort. Noch bevor die nachfolgende Grenzwache dort eintraf, verunglückte der Wagen.

Sprung in den Rhein

Die Grenzwächter sahen noch, wie drei Personen in Richtung Rhein davonrannten und trotz der winterlicher Temperaturen in den Fluss sprangen. Sofort wurden Boote der Feuerwehr Möhlin und der deutschen Polizei sowie der Helikopter angefordert, um nach den Schwimmern zu suchen. Zwei von ihnen kamen gegen 22.30 Uhr durchnässt, aber unversehrt an Land. Nach einer Untersuchung im Spital wurden sie festgenommen. Der dritte Flüchtige blieb unauffindbar. Die Kantonspolizei Aarau habe Anhaltspunkte, dass sich der Mann möglicherweise alleine aus dem Rhein retten konnte, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf BZ-Nachfrage. Es bliebe aber natürlich ein Restrisiko, dass er ertrunken sei, so der Polizeisprecher weiter.

Hochsaison für Einbrecher

Bei der Großaktion am Freitag wurden im Kanton insgesamt zehn mutmaßliche Einbrecher festgenommen. Hinzu kommt die Festnahme von vier Personen, die zur Fahndung ausgeschrieben waren oder sich rechtswidrig in der Schweiz aufhielten. Zwischen dem Beginn der Winterzeit und dem Jahresende sei "die Hochsaison von Einbrechern", schreibt die Kantonspolizei. So sei im Aargau in den vergangenen Wochen ein markanter Anstieg der Einbrüche zu verzeichnen gewesen.