Siebenten-Tags-Adventisten

2000 junge Anhänger einer Freikirche verbringen Ostertage in Offenburg

Heidi Ast

Von Heidi Ast

Mo, 22. April 2019 um 18:33 Uhr

Offenburg

Einen Versammlungsort für 2000 Menschen zu finden, ist nicht ganz leicht. Offenburg macht dies möglich – was zum wiederholten Male die Siebenten-Tages Adventisten in die Ortenau lockte.

Zum dritten Mal ist die Wahl auf Offenburg gefallen, als es um eine Veranstaltungsort eines großen Jugendkongresses der Jugendabteilung der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tages Adventisten, kurz Adventjugend ging. Rund 2000 junge Menschen, die sich im Rahmen ihrer Glaubensgemeinschaft, die 1863 in Michigan gegründet wurde, haben sich seit Gründonnerstag übers lange Osterwochenende auf dem Messegelände versammelt. Man tauscht sich aus und trifft alte und neue Freunde. Es geht sowohl um religiöse Inhalte als auch um persönliche Erfahrungen. Aber die Teilnehmer möchten ihre christliche Botschaft auch hinaustragen.

Gäste aus ganz Europa

Dass die jungen Menschen aus Österreich, der Schweiz, Belgien, der Ukraine, Frankreich oder Italien sich zum dritten Mal in Offenburg versammelt haben, hat einen Grund: Ein Platz für so viele Menschen ist nicht leicht zu finden.

Am Nachmittag des Ostersamstags entsteht neben den plätschernden Wasserspielen auf dem Neuen Marktplatz eine entspannte aber zielgerichtete Aktivität. Blitzschnell werden Stände und Leinwände aufgebaut und ein mobiler Stand der Adventjugend Baden-Württemberg für die Herstellung von Smoothies vorbereitet, die man später kostenlos verteilt.

"Unterhaltung über tiefgreifende Themen"

An einem Stand werden Luftballons mit Helium gefüllt, die später mit Wünschen bestückt in den Himmel geschickt werden können. Ein anderes Team bereitet unterdessen eine Osterrallye vor. "Lächeln mit Herz" an der ersten Station soll darauf verweisen das "Gott eine Welt geschaffen hat, in der es nichts Böses gibt." Ein Labyrinth soll verdeutlichen, dass man Gott nicht von alleine entdecken kann. Die jungen Menschen haben sich viele Aktionen überlegt, um mit Passanten und Zuschauern ins Gespräch zu kommen.

So werden einige Offenburger auch eine kleine Aufgabe in ihrem Briefkasten finden. Ein Blatt auf dem steht "Gutes tun macht glücklich" mit einer aufgeklebten Belohnungsschokolade. Diese Blätter werden auch in der Stadt verteilt. Zeitgleich bieten einige jugendliche Adventisten "Free intelligent conversation" – eine griffige deutsche Übersetzung fand man für das amerikanische Vorbild einer "Unterhaltung über tiefgreifende Themen mit Fremden” nicht so schnell. Und auch ein Kirchenchor singt am Straßenrand. Rund 50 junge Menschen, einige davon mit Geigen und Gitarren, der Rest der Gruppe singend, ziehen durch die Stadt. Immer wieder beziehen sie neue Positionen, um den Offenburgern beim sonnigen Samstagsshopping Erbauliches vorzutragen. "Turn your eyes upon Jesus" dirigiert die junge Arzthelferin Sofia Wichmann aus Braunschweig. Dafür, das man quasi bei diesem Treffen erstmalig zusammen spielte und für große Proben keine Gelegenheit war, klingt es beseelt und feierlich.