Rückruf in Freiburg

Abriss des Hauses in der Schwarzwaldstraße verzögert sich wegen Planungspanne

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Di, 17. September 2019 um 17:38 Uhr

Freiburg

Kommando zurück: Erst kündigt das Rathaus den Abriss des Hauses Schwarzwaldstraße 31 an, um ihn dann am nächsten Tag abzublasen. Grund dafür ist die Nähe zur B31.

Das Vorhaben ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Einen Grund dafür wollte die Stadtverwaltung zunächst nicht nennen. Dann aber erklärte Andrea Katzer-Hug, die Leiterin des zuständigen Amts für Gebäudemanagement, dass eine wichtige Sache in der Planung übersehen worden war: die Nähe zur B 31.

Eine umfassende Pressemitteilung hatte am Montag erklärt, dass nächste Woche der Abriss des maroden Gebäudes beginne. Das Haus müsse in einigen Jahren ohnehin dem Stadttunnel weichen. Um es in der Zwischenzeit nutzen zu können, müsste es für mindestens 1,5 Millionen Euro ertüchtigt werden – zu teuer für die relativ kurze Zeit . Am Dienstag dann der Rückruf der Pressemitteilung mit dem Hinweis, dass der Abriss auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müsse. "Danke für Ihr Verständnis." Der Vorgang weckte allerdings eher Unverständnis.

Eine Spur der B31 muss gesperrt werden

Auf BZ-Nachfrage sorgte Andrea Katzer-Hug für Aufklärung. Ihr Amt hatte einen externen Architekten damit beauftragt, den Abriss zu planen. Als er dem Amt zuletzt die Pläne präsentierte und mitteilte, dass man die dicken Mauern mit schwerem Gerät abreißen muss, stellte man fest: "Wir sind doch ziemlich nah an der B 31." Die Amtsleiterin war stocksauer. Nachdem die Gebäudemanager das Garten-und Tiefbauamt konsultiert hatten, bestätigte sich: Eine Spur der vielbefahrenen B 31 muss für den Abriss gesperrt werden. "Und das geht nicht auf die Schnelle, das ist ein aufwendiger formaler Akt und wurde unterschätzt", sagte Andrea Katzer-Hug.

Zudem müssen nun womöglich noch Bäume für die Arbeiten gefällt werden, auch das muss nun erstmal seinen formalen Gang nehmen. "Wir müssen uns genau so an die Regeln halten wie alle anderen – keine Extrawurst für die Ämter", erklärte die Amtschefin.

Wann der Abriss vonstatten gehen kann, ist offen. "Wir werden versuchen, das dieses Jahr noch zu erledigen." Die Vorarbeiten laufen trotzdem. Kosten soll die Panne nicht verursachen.

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