ADVENTSKALENDER: "Ach du grüne Neune!"

Markus Donner

Von Markus Donner

Mo, 09. Dezember 2019

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Jeder kennt diese Redensart: "Ach du grüne Neune, was ist denn hier passiert?" Oder wenn beim Kegeln ein Volltreffer gelingt und mit einem Wurf alle Kegel am Boden liegen: "Alle neune!" Ansonsten hat es mit der Zahl neun wenig auf sich. Wikipedia stellt fest: Die Neun ist die natürliche Zahl zwischen Acht und Zehn. Sie ist ungerade, eine Quadratzahl sowie die höchste einstellige Zahl im Dezimalsystem. Soweit so gut. Der Vogel Neuntöter erhielt seinen deutschen Namen, weil er seine Beutetiere zum Vorrat auf Dornen oder Stacheln aufspießt, was zum Volksglauben führte, er töte neun Tiere, bevor er eines verzehrt. In der chinesischen Zahlensymbolik steht die Neun für den Drachen. In der griechischen Mythologie gibt es neun Musen und die neunköpfige Hydra. Im Brauchtum des Erzgebirges gibt es das Neunerlei, ein traditionelles Heilig-Abend-Essen. Katzen werden im Volksmund neun Leben nachgesagt. Und im Fußball hat der Mittelstürmer die Rückennummer "9". Ludwig van Beethoven, Anton Bruckner, Antonín Dvorák oder Gustav Mahler vollendeten jeweils neun Sinfonien. Besonders Gustav Mahler entwickelte daraus eine abergläubische Furcht vor dem "Fluch der neunten Sinfonie". Auch in meinem eigenen Leben hat die Neun Bedeutung erlangt. Als ich meine Ehefrau kennenlernte, wohnte sie in einem Gebäude mit der Hausnummer 9. Die jüngste meiner drei Töchter ist am neunten Wochentag im Juni auf die Welt gekommen – vorzeitiger als erwartet und als "Frühchen" noch vor Beendigung der üblichen neunmonatigen Schwangerschaft. Meine zweitälteste Tochter hat im September Geburtstag, also im neunten Monat des Jahreskreises. Ich spiele zwar selten Lotto. Aber wenn ich schon mal Kreuzchen auf dem Schein verteile, dann ist die Neun stets dabei. Bedauerlich nur: Millionär bin ich deshalb noch nicht geworden...