Ärger über Vorgehen mancher Bauherren

Ruth Seitz-Wendel

Von Ruth Seitz-Wendel

Di, 04. August 2020

Riegel

Riegeler Gemeinderat gibt mehrheitlich grünes Licht für Nachtragsbauanträge.

Nicht ganz einverstanden waren einige Riegeler Gemeinderäte mit der Vorgehensweise von zwei Bauherren, deren Bauvorhaben Gegenstand in der jüngsten Ratssitzung waren. In einem Fall ging es um den Neubau einer Doppelgarage, die nun statt mit zwei Dreiecksgaupen mit einer Schleppgaupe versehen wird. Eine angedeutete Tür und ein kleiner Vorsprung lasse vermuten, dass der Raum über der Garage künftig nicht ausschließlich als Lagerraum genutzt werden solle, sondern auch Wohnraum werden könnte. Nach einem Hinweis der Gemeinde hatte die Baurechtsbehörde das Bauvorhaben unterbrochen. "Kein guter Stil", kommentierte Monika Michel den Nachtragsbauantrag. Es seien Tatsachen geschaffen worden, die sich der Bauherr im Nachhinein genehmigen lasse. Steffen Schwarz sah die Sache als "nichts so gravierend" an, Daniel Wiedmann betonte, dass immerhin die Baurechtsbehörde eingeschritten sei. Bürgermeister Daniel Kietz betonte, dass "wir rein rechtlich zu entscheiden haben, ob sich die Garage samt Gaupe in die Umgebung einfügt". Bei drei Gegenstimmen und eine Enthaltung wurde der Antrag genehmigt.

Beim zweiten Bauantrag ging es um die energetische Sanierung eines Wohnhauses und die von den Antragstellern angedachte Erweiterung, die dann bald den Umfang eines verfahrensfreien Vorgang überstiegen habe, so die Verwaltung. Jetzt lag der erforderliche Bauantrag vor. Monika Michel stimmte Steffen Schwarz zu, der die Schaffung von Wohnraum begrüßte, forderte aber die Einhaltung der Vorgaben auch von Architekten und Firmen. Da das Bauvorhaben städtebaulich in Ordnung sei, so die Sitzungsvorlage, passierte auch dieser Bauantrag den Rat.

Keine Einwände hatten die Räte gegen den Neubau eines Einfamilienwohnhauses samt Carport in der Bergstraße und die energetische Sanierung eines Wohnhauses samt Dachausbau.