Naturalie

Alternative zu Kakao: das Johannisbrot

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 02. Juli 2022 um 07:00 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Das Johannisbrot ist keine Backware, sondern die Frucht des Johannisbrotbaums. Aus ihr lässt sich eine karamellig-fruchtige Kakao-Alternative zubereiten – fettarm und voller Ballast- und Nährstoffe.

Wenn Sie in der Küche versiert sind, haben Sie sicher schon mal zu Johannisbrotkernmehl gegriffen, um einer Marmelade, einer Soße oder einem Eis ein bisschen mehr Standfestigkeit zu verleihen. Vermutlich wissen Sie dennoch nicht, wie genau dieses ominöse Johannisbrot eigentlich aussieht, aus dem das leistungsstarke Verdickungsmittel – quillt fünfmal mehr auf als Stärke! – hergestellt wird. Der bis zu 20 Meter hoch werdende Johannisbrotbaum wächst vor allem im Mittelmeerraum und Vorderasien, seine Früchte sind sehr lange Schoten mit einer dunkelbraunen harten Schale.

Bei uns sind die Hülsenfrüchte im Spätsommer in gut sortierten türkischen Läden zu bekommen, Produkte daraus finden sich in vielen Supermärkten. Johannisbrotkernmehl, das aus Schale und Samen der Frucht gewonnen wird, steckt voller Ballaststoffe und kann aufgrund seiner quellenden Eigenschaften bei Durchfallerkrankungen eingesetzt werden.

Johannisbrotmehl – ohne Kern – ist das Pulver aus dem getrockneten Fruchtfleisch, Carob genannt, und eine karamellig-fruchtige Alternative zu Kakao. Carobpulver schmeckt nicht nur weniger bitter, sondern enthält deutlich weniger Fett. Es ist ebenfalls enorm ballaststoffreich und liefert viel Eisen, Kalzium und B-Vitamine – also eine gute Nervennahrung. Für eine Carobmilch einen Teelöffel Carobpulver in 200 Milliliter warme Milch oder Pflanzenmilch einrühren und etwas süßen.